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Tiefe Gräben in der AfD: Landeschef Sichert attackiert Höcke

Greding  

Tiefe Gräben in der AfD: Landeschef Sichert attackiert Höcke

21.07.2019, 02:34 Uhr | dpa

Tiefe Gräben in der AfD: Landeschef Sichert attackiert Höcke. Parteimitglieder halten Stimmzitteln hoch

Parteimitglieder stimmen während des Sonder-Landesparteitags der AfD Bayern mit Stimmzetteln ab. Foto: Lino Mirgeler (Quelle: dpa)

Die tiefen Gräben innerhalb der bayerischen AfD sind auf einem Sonderparteitag am Sonntag offen zutage getreten. Nur mit knapper Mehrheit beschlossen die anwesenden AfD-Mitglieder bei ihrem Treffen im mittelfränkischen Greding, zwei Anträge auf eine vorgezogene Neuwahl des Landesvorstands nicht weiterzuverfolgen. Der Vorstand soll nun Mitte September komplett neu gewählt werden.

Der Sonderparteitag musste nach heftigen und andauernden internen Streitigkeiten auf Druck von Teilen der AfD-Basis einberufen werden. Inhaltlich tobt seit langem ein Streit zwischen Anhängern des rechtsnationalen "Flügels" der Partei um den Thüringer Landeschef Björn Höcke und eher gemäßigten Kräften. Hinzu kommen anhaltende Querelen innerhalb der Landtagsfraktion und auch innerhalb des Landesvorstands sowie Streit über Finanzen und Personalien.

AfD-Landeschef Martin Sichert, der selbst heftig in der Kritik steht, rief die Partei zu Geschlossenheit auf. Einigkeit sei der Schlüssel zum Erfolg, sagte er. "Es gibt nur einen, der uns aufhalten kann, und das sind wir selbst." Sichert griff dabei den Thüringer Landeschef Höcke scharf an: Dieser solle sich um Thüringen kümmern und aufhören, sich immer wieder in Bayern einzumischen und Abstimmungen in der Fraktion zu beeinflussen: "Hör endlich auf, uns zu spalten."

Tatsächlich ist die Landtagsfraktion tief zerstritten: Für Schlagzeilen sorgten der Fraktionsaustritt zweier Abgeordneter, der versuchte und dann abgeblasene Rauswurf eines dritten Abgeordneten und heftiger Streit über zwei interne Kassenprüfberichte. Zuletzt gipfelte der monatelange Dauerstreit darin, dass mehrere Abgeordnete eine Anzeige gegen ihre Fraktionsvorsitzende Katrin Ebner-Steiner ankündigten, wegen der gezielten Veröffentlichung privater E-Mails. Ebner-Steiner hat bereits angekündigt, sich bei einer Neuwahl des Landesvorstands nicht mehr um einen der Vize-Posten zu bewerben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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