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Erste Sommer-Open-Airs zu Ende: Positive Bilanz der Macher

Schwerin  

Erste Sommer-Open-Airs zu Ende: Positive Bilanz der Macher

21.07.2019, 12:41 Uhr | dpa

Erste Sommer-Open-Airs zu Ende: Positive Bilanz der Macher. Blick auf Aufführung vor dem Schweriner Schloss

Blick auf Aufführung vor dem Schweriner Schloss. Foto: Jens Büttner (Quelle: dpa)

Für die ersten Sommer-Open-Airs der Theater in Mecklenburg-Vorpommern ist die Saison am Wochenende zu Ende gegangen. In Schwerin gingen am Samstagabend die letzten Vorstellungen bei den Schlossfestspielen über die beiden Bühnen auf dem Alten Garten und im Innenhof des Schlosses. Wegen des Unwetters mussten beide verkürzt gespielt werden, wie Theatersprecher Johannes Lewenberg am Sonntag sagte. "Das Publikum war sehr tapfer."

Insgesamt seien dieses Jahr 30 200 Zuschauer zu "Anatevka" und "Cyrano de Bergerac" gekommen, gut 5000 mehr als zu den Schlossfestspielen im vergangenen Jahr. Damit sei das Mecklenburgische Staatstheater sehr zufrieden, auch weil die Begeisterung groß gewesen sei. Dies sei eine Bestätigung für die Qualität der Arbeit aller Beteiligten, aber auch für das Konzept, an zwei Spielorten zwei sehr unterschiedliche Produktionen zu präsentieren.

Etwas weniger Zuschauer als im Vorjahr sind zu den Schlossgartenfestspielen in Neustrelitz gekommen - insgesamt waren es rund 12 000. Nieselregen dürfte einige Spontangäste abgehalten haben und eine Sonntagsvorstellung musste wegen Hitze bis zu 36 Grad komplett abgesagt werden, wie Theater-Sprecherin Wenke Frankiw sagte. Die Vorstellung am Samstagabend musste wegen Starkregens eine Stunde vor Schluss abgebrochen werden.

"Insgesamt sind wir mit der Resonanz zufrieden", erklärte Intendant Joachim Kümmritz. Er habe bewusst die nicht ganz so bekannte Operette "Die Bajadere" gewählt, auch "um es den Nachfolgern nicht zu schwer zu machen". Für die kreative Inszenierung der Operette des Ungarn Emmerich Kálmán hat die Theater und Orchester GmbH den "Klassik-Frosch" des Bayerischen Rundfunks (BR) Klassik erhalten.

"Das Wetter spielt uns in die Karten", sagte Peter Venzmer, Intendant des Piraten Open Airs in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) als zweitgrößtem Event dieser Art im Nordosten zum bislang gemischten Sommer 2019. "Wenn die Leute bis 17.00 Uhr am Strand liegen, gehen sie nicht unbedingt 19.30 Uhr ins Open-Air-Theater", sagte er. Die Saison, die noch bis Ende August dauert, laufe bisher einen Tick besser als im vergangenen Jahr. Mehrere Vorstellungen seien bereits ausverkauft gewesen, obwohl es auch schon heftig geregnet habe. Venzmers Einstellung ist Open-Air-gemäß pragmatisch. "Wir nehmen das Wetter, wie es kommt." Am Samstagabend wurde trotz Regens gespielt - vor ausverkauften Rängen und einem unglaublich netten Publikum, wie Venzmer sagte.

Im vergangenen Sommer kamen zu den Grevesmühlener Piraten, deren Abenteuer mit vielen Stunts und Spezialeffekten um das Jahr 1700 in der Karibik spielen, knapp 65 000 Zuschauer. Das publikumsstärkste Open-Air-Theater im Land sind die Störtebeker-Festspiele auf Rügen mit 310 000 Zuschauern 2018. Dieses Jahr wird bis zum 7. September auf der Freilichtbühne in Ralswiek gespielt.

Bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern liegt rund ein Drittel der Saison 2019 hinter den Organisatoren. Bisher kamen einem Sprecher zufolge rund 30 000 Besucher. "Aufregende Wochen liegen hinter uns", sagte Intendant Markus Fein. Als Höhepunkte nannte er das "Amsterdam-Wochenende" mit der Preisträgerin in Residence, Harriet Krijgh, den "Vorpommern-Tag" oder die mehrtägigen Konzertprojekte "Mythos Stradivari" und "360 Grad Gesang", die eigens für diesen Festspielsommer konzipiert wurden. Sie hätten ein begeistertes Echo gefunden. "Diese Premieren bestätigen uns in dem Vorhaben, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern persönlich und individuell auszurichten. Wir möchten Konzerterlebnisse schaffen, die ein Publikum nirgendwo anders erleben kann."

Vor den Festspielen liegen noch zahlreiche, teils auch sehr innovative Highlights, darunter das "Detect Classic Festival" mit jungen Künstlern von Klassisch bis Experimentell-Abgefahren vom 26. bis 28. Juli in einer ehemaligen Torpedoversuchsanstalt am Neubrandenburger Tollensesee. Publikumsmagnete dürften erneut das Kleine Fest im großen Park in Ludwigslust (9./10. August) oder die beiden "Weltstars in Redefin"-Konzerte am 28. Juli und 31. August werden. Die Festspiele-Saison geht bis zum 15. September.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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