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Gewerkschaft kritisiert Lehrer-Arbeitslosigkeit im Sommer

Stuttgart  

Gewerkschaft kritisiert Lehrer-Arbeitslosigkeit im Sommer

21.07.2019, 14:47 Uhr | dpa

Die Lehrergewerkschaft GEW hat erneut die Arbeitslosigkeit vieler angehender und befristet angestellter Lehrer während der Sommerferien kritisiert. "Bei vollen Kassen und Lehrermangel präsentiert sich die grün-schwarze Landesregierung erneut als Arbeitgeber ohne Verantwortung", sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Doro Moritz am Sonntag. Die Gewerkschaft setzt sich dafür ein, dem Beispiel von Rheinland-Pfalz zu folgen, das seit diesem Jahr die Saisonlehrer in den Ferien bezahlt.

Nach Zahlen des Kultusministeriums sind von den rund 117 000 Lehrkräften an öffentlichen Schulen im Land 97 Prozent verbeamtet oder in einer unbefristeten Anstellung. Etwa 3500 haben demnach einen befristeten Vertrag. Die GEW kritisiert, diese hätten teilweise nicht einmal Anspruch auf Arbeitslosengeld während der Sommerferien. Zusätzlich würden mehr als 5000 Referendarinnen und Referendare nach ihrem Examen erst ab September eingestellt.

Eine Sprecherin des Kultusministeriums erwiderte, die Referendare würden nicht entlassen. Nach dem zweiten Staatsexamen sei die Ausbildung beendet. Ihre Chancen auf eine unbefristete Anstellung seien aber sehr gut. Mehrere Tausend hätten bereits eine Zusage und könnten ihre Zukunft verbindlich planen.

Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass sich in Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich die meisten Lehrer während der Sommerferien arbeitslos melden. Im Sommer 2018 verzeichnete die Agentur für Arbeit deutschlandweit rund 6000 Arbeitslosenmeldungen zu Beginn oder während der Sommerferien; 1840 in Baden-Württemberg, 800 in Bayern und 630 in Rheinland-Pfalz.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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