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Studie: Wohnungsbau-Bedarf in Rostock und Umland am größten

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Studie: Wohnungsbau-Bedarf in Rostock und Umland am größten

22.07.2019, 07:31 Uhr | dpa

Studie: Wohnungsbau-Bedarf in Rostock und Umland am größten. Wohnungsbau

Arbeiter montieren von einer Hebebühne aus Teile an einem Neubau. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Der Baubedarf für Wohnungen ist in Rostock und Umland landesweit am größten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). In Rostock und dem umliegenden Landkreis sind demnach jeweils zwischen 2016 und 2018 weniger als 60 Prozent der benötigten Wohnungen fertiggestellt worden. In absoluten Zahlen wurden in Rostock 493 benötigte Wohnungen nicht gebaut und im Landkreis 552.

Noch schlechter sind die Quoten zwar mit 43 Prozent in Schwerin und 44 Prozent in Ludwigslust-Parchim, in absoluten Zahlen wurden dort jedoch nur 337 beziehungsweise 484 Wohnungen zu wenig gebaut. Damit gehörten die Landeshauptstadt und der Südwesten zu den 30 Landkreisen Deutschlands, in denen der Bedarf zu weniger als 50 Prozent gedeckt wurde. Mehr gebaut als gebraucht wurde in den beiden Vorpommernkreisen, allerdings geht es in beiden Fällen nur um wenige Wohnungen. Nordwestmecklenburg (72 Prozent) und die Seenplatte (79 Prozent) bilden das Mittelfeld.

Berechnet wurden die Daten nach Institutsangaben mit einem Modell, in dem neben dem prognostizierten demografischen Wandel auch der Ersatzbedarf für bestehende Wohnungen und der Nachholbedarf aus bereits jetzt bestehenden Engpässen einbezogen wurde.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) reagierte mit Kritik an Instrumenten wie der Mietpreisbremse, die in Rostock und Greifswald gilt, und abgesenkten Kappungsgrenzen für Mieterhöhungen. Allein der Bau von ausreichend Wohnungen könne den angespannten Markt entlasten. Die VNW-Firmen würden bezahlbare Wohnungen bauen, dafür wollten sie aber Grundstücke kaufen und nicht nur pachten.

Die Kritik richtet sich an Rostock, dessen Bürgerschaft im letzten Jahr beschlossen hatte, städtische Grundstücke ab 2020 nur noch zu verpachten und nicht mehr zu verkaufen. So sollen langfristig Einnahmen und Einflussmöglichkeiten der Stadt gesichert werden. Die Firmen seien aber nur auf eigenen Grundstücken bereit, ihren Beitrag zum bezahlbaren Wohnen zu leisten, sagte VNW-Sprecher Oliver Schirg. Zusätzlich müsste die Bauordnung vereinfacht und Baugenehmigungsverfahren verkürzt werden.

Bundesweit werden der IW-Studie zufolge in diesem und dem kommenden Jahr mehr als 340 000 Wohnungen benötigt. Zwar seien in 2018 mit fast 347 000 Wohnungen ausreichend genehmigt worden, ein Problem bleibe aber die Auslastung der Baubranche, so dass zu wenig Wohnungen tatsächlich gebaut würden. Auch Personalmangel in den Behörden, Anwohnerproteste und restriktive Bauvorschriften trügen zum Problem bei.

Dennoch rechnen die Experten des Instituts für einige Großstädte mit einer Entspannung des Wohnungsmarktes in den nächsten Jahren, sollten sich demografische Entwicklung und Zuwanderung wie prognostiziert entwickeln. Dazu zählen Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt am Main, die hohe Fertigstellungsquoten aufwiesen. In diesen Städten zeige sich schon heute, dass die Mieten langsamer stiegen als etwa in Berlin, Köln oder München.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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