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Klimawandel: Zunehmender Regen birgt soziale und wirtschaftliche Folgen

Soziale und wirtschaftliche Folgen befürchtet  

Regen nimmt durch Klimaerwärmung deutlich zu

09.08.2008, 14:07 Uhr | dpa

Das warme Klima ist schuld daran, dass extreme Niederschläge immer mehr zunehmen (Foto: imago)Das warme Klima ist schuld daran, dass extreme Niederschläge immer mehr zunehmen (Foto: imago) Die Klimaerwärmung bringt laut einer Studie zunehmend heftige Regenfälle mit sich - und zwar häufiger und stärker, als bisherige Berechnungen vorhersagen.

Der Treibhauseffekt könnte daher schwerwiegendere Konsequenzen auf den weltweiten Wasserzyklus haben als bislang gedacht. Das berichten die Wissenschaftler um Richard Allan von der Universität Berkshire im US-Fachjournal "Science". Dies erhöhe nicht nur die Gefahr von Überflutungen, sondern könne auch beträchtliche soziale und wirtschaftliche Folgen haben.

Interaktive Grafik Die neun Schlüsselstellen des Weltklimas
Animierte Grafik Die globale Erderwärmung

Wärmeres Klima und extreme Niederschläge hängen zusammen

Die Forscher werteten Satellitenaufzeichnungen aus 20 Jahren aus. Zudem nutzten sie Simulationsmodelle, um das Verhältnis zwischen tropischen Regenfällen, geänderter Oberflächentemperatur der Erde und Feuchtigkeit in der Atmosphäre zu untersuchen. Dabei sei eine direkte Verbindung zwischen wärmerem Klima und zunehmenden extremen Niederschlägen nachgewiesen worden.

Regen wird heftiger

Die Aufzeichnungen zeigten einen wesentlich höheren Anteil heftiger Regenstürme als die Modelle errechnet hatten. Daher sei auch in Zukunft mit heftigeren Güssen als bislang erwartet zu rechnen. Generell müssen sich regenreiche Gebiete auf mehr, trockene Regionen dagegen auf weniger Regen einstellen.

Mehr Feuchtigkeit in der Atmosphäre

"Eine wärmere Atmosphäre enthält größere Mengen an Feuchtigkeit, die die Intensität von schweren Regengüssen erhöht", erklärte Co-Studienautor Brian Soden. Wärmeres Wetter lässt das Wasser in Ozeanen und auf der Erde in höherem Maße verdampfen. Dadurch kommt es zu stärkerer Wolkenbildung und damit zu mehr Regen und Schnee.

Daten aus einem Jahrhundert analysiert

Erst im Juli hatten niederländische Forscher berichtet, dass mit örtlichen Wolkenbrüchen doppelt so häufig zu rechnen sei wie nach bisherigen Prognosen. Geert Lenderink und Erik van Meijgaard vom Königlichen Niederländischen Meteorologischen Institut in De Bilt hatten Daten aus einem ganzen Jahrhundert analysiert. Zuvor sei davon ausgegangen worden, dass extreme Niederschläge durch die Klimaerwärmung um sieben Prozent pro Grad Celsius zunähmen, berichteten sie im britischen Fachblatt "Nature Geoscience".


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