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Klima nicht allein für Artensterben verantwortlich

Klima nicht allein für Artensterben verantwortlich

05.11.2011, 12:46 Uhr | dpa

Klima nicht allein für Artensterben verantwortlich. Mammuts, Yukon-Pferde und Steppenbisons sind nicht allein durch den Klimawandel ausgestorben  (Quelle: dpa)

Mammuts, Yukon-Pferde und Steppenbisons sind nicht allein durch den Klimawandel ausgestorben (Quelle: dpa)

Ursache für das Aussterben vieler großer Säugetiere in der letzten großen Eiszeit vor rund 50.000 Jahren war nicht allein das Klima. Vielmehr ist eine Kombination aus Klimawandel, verändertem Lebensraum und dem Vordringen des Menschen Tieren wie dem Bison zum Verhängnis geworden.

Das haben dänische Wissenschaftler bei einer Analyse für sechs Säugetierarten, darunter Mammut und Rentier, herausgefunden. Jede Art hat demnach unterschiedlich auf die verschiedenen Faktoren reagiert.

Moschusochse sehr temperaturempfindlich

Die Wissenschaftler hatten anhand von DNA-Material, Verbreitungs- und Klimadaten sowie Fossilien die Populationsveränderungen bei Mammut, Moschusochse, Wollnashorn, Wildpferd, Bison und Rentier untersucht.

Dabei fand das Team um den Biologen Eske Willerslev heraus, dass wohl nur der Moschusochse und das Wollnashorn eindeutig Opfer des Klimawandels waren. Der Moschusochse sei sehr temperaturempfindlich gewesen, schreiben die Wissenschaftler. Beim Wollnashorn halten sie ein Aussterben wegen des Menschen ebenfalls für unwahrscheinlich.

Durch Jagd ausgerottet

Wildpferden und Bisons dagegen sei hauptsächlich der Mensch zum Verhängnis geworden, sie seien beliebte Beutetiere gewesen. In 58 Prozent europäischer und 66 Prozent sibirischer Ausgrabungsstellen sind demnach neben menschlichen auch Überreste von Wildpferden belegt. Bisons fanden sich gar in 77 Prozent sibirischer Fundorte.

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Unbeeindruckt von allen Veränderungen blieb das Rentier: Es existiert bis heute. Und das, obwohl auch Rentiere beliebte Jagdtiere waren und sich ihr Lebensraum, anders als der von Pferd und Bison, dramatisch verkleinerte. Ihre hohe Fruchtbarkeit und ökologische Flexibilität sind nach Angaben der Wissenschaftler die wahrscheinlichsten Gründe für ihren Erhalt. Was genau dagegen zum Aussterben des Mammuts geführt hat, konnten die Forscher in ihrer Analyse nicht beantworten.

Den Forschern zufolge sollen die Ergebnisse der Studie dabei helfen, die Auswirkungen von Klimawandel und Menschen auf die Biodiversität zu verstehen und weiteres Artensterben zu verhindern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher der Universität Kopenhagen im Fachjournal "Nature".

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