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Klimaskeptiker widerlegen sich selbst

Von dpa, afp
Aktualisiert am 25.11.2011Lesedauer: 3 Min.
Das Meereis an den Polen schmilzt schneller denn je
Das Meereis an den Polen schmilzt schneller denn je (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Ausgerechnet eine von ausgewiesenen Klimawandel-Skeptikern durchgef├╝hrte und von der ├ľl- und Chemieindustrie mitfinanzierte Studie in den USA hat jetzt die globalen Temperaturanstiege durch Treibhausgase best├Ątigt.

Eigentlich war die Gruppe von Forschern unter Leitung des renommierten Physikers Richard Muller an der kalifornischen Universit├Ąt von Berkeley angetreten, um vermeintlichen methodischen Schw├Ąchen bei den Analysen des Weltklimarats der Vereinten Nationen, kurz IPCC, auf den Grund zu gehen. Muller galt bis vor kurzem selbst als sogenannter Klimaskeptiker.

Vom Saulus zum Paulus

Um den IPCC blo├čzustellen, w├Ąhlten Muller und seine Mitstreiter in dem Projekt "Berkeley Earth Surface Temperature" (BEST) - es wurde unter anderem von der amerikanischen ├ľlindustrie finanziert - eine Herangehensweise, die alle bisherigen Einw├Ąnde von Skeptikern mit einbeziehen sollte.

Der Paukenschlag, kam, als vor Kurzem die ersten Zwischenergebnissen ver├Âffentlicht wurden: Ihnen zufolge decken sich die BEST-Vorhersagen fast exakt mit den Prognosen des von den Industrie-Lobbys gehassten IPCC. "Unsere gr├Â├čte ├ťberraschung war, dass die neuen Ergebnisse so stark mit den Werten ├╝bereinstimmen, die zuvor von anderen Teams in den USA und Gro├čbritannien ver├Âffentlicht wurden," sagte der vom Saulus zum Paulus gewandelte Muller zu den Ergebnissen der Studie und erg├Ąnzte: "Menschen die sagen, es gibt keinen Klimawandel, sollten vielleicht auf unsere Daten schauen und ihre Meinung ├╝berdenken.ÔÇŁ Als n├Ąchstes wollen die Wissenschaftler die Ozeantemperaturen ├╝berpr├╝fen. Sie hoffen, diese Arbeit 2012 abzuschlie├čen.

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Forscher bef├╝rchten Erw├Ąrmung um bis zu sechs Grad

Auf der Agenda der Politiker ist der Kampf gegen den Klimawandel derweil in den Hintergrund ger├╝ckt - ebenso wie in der ├Âffentlichen Wahrnehmung. Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz ab 28. November im s├╝dafrikanischen Durban bestimmt die Finanzkrise auf internationaler Ebene die Schlagzeilen.

Dabei werden die von den Wissenschaftlern zusammengetragenen Klimadaten immer alarmierender. Das arktische Meereis schmilzt schneller denn je. Bis Ende des Jahrhunderts wird inzwischen ein Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter oder mehr erwartet - mehr als doppelt so viel als noch in den Prognosen des IPCC.

Die Welt steuere derzeit auf eine Erw├Ąrmung um f├╝nf bis sechs Grad bis Ende des Jahrhunderts zu, warnt der Chef des Potsdam Instituts f├╝r Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber. "Es zeigt sich, dass die Realit├Ąt die Modelle ├╝berholt", warnt auch der Klimaforscher Stefan Rahmstorf. Er verweist auf Messungen, wonach die Dicke des arktischen Meereises viermal so schnell zur├╝ckgeht, wie im Mittelwert der bisherigen Klimamodelle vorhergesagt. Und der IPCC ver├Âffentlichte vergangene Woche einen Sonderbericht, wonach Unwetter und andere Extremereignisse bereits in naher Zukunft dramatisch zunehmen d├╝rften.

Handlungsspielr├Ąume werden immer kleiner

"Ohne einen entschiedenen Richtungswechsel in der Energiepolitik ist die Welt auf dem Weg in ein unsicheres, ineffizientes und kohlenstoffreiches Energiesystem", schreibt auch die Organisation f├╝r wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa (OECD). Die Internationale Energieagentur (IEA) kommt in ihrem World Energy Outlook zu dem Schluss, "dass die Handlungsspielr├Ąume immer kleiner werden" - vor allem aufgrund des wachsenden Energieverbrauchs in China, Indien und weiteren Schwellen- und Entwicklungsl├Ąndern. Nach Angaben der Weltorganisation f├╝r Meteorologie (WMO) vom Montag hat die Menge der wichtigsten Treibhausgase Kohlendioxid (CO2) und Methan in der Atmosph├Ąre 2010 sogar schneller zugenommen als zuvor.

Gr├╝nde gibt es also genug, um auf der UN-Konferenz in Durban endlich voranzukommen. Genau das ist jedoch nicht absehbar. Bis zum n├Ąchsten umfassenden IPCC-Bericht 2014 "wird wenig passieren", f├╝rchtet Schellnhuber. Achim Steiner, Chef des UN-Umweltprogramms UNEP, hofft, dass es in Durban wenigstens neue Impulse beim Waldschutz und beim Aufbau des auf den vorherigen im Grundsatz beschlossenen weltweiten Klimafonds geben wird. Ein neues internationales Klimaabkommen dagegen, m├Âglichst mit verbindlichen Obergrenzen f├╝r den CO2-Aussto├č, sei "zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich".

Die Antwort f├╝r die Unbeweglichkeit der Staatengemeinschaft sucht PIK-Vizechef Ottmar Edenhofer in der Spieltheorie des Nobelpreistr├Ągers John F. Nash: Auch wenn tatkr├Ąftiges Handeln eigentlich f├╝r alle Beteiligten die beste L├Âsung w├Ąre, erscheint es f├╝r den Einzelstaat zun├Ąchst g├╝nstiger, selbst nichts zu tun.

China mit ins Boot holen

Um den Stillstand zu ├╝berwinden, setzt WWF-Klimaexpertin Regine G├╝nther auf neue Allianzen jenseits der alten Grenzziehungen zwischen Nord und S├╝d, West und Ost. Sie empfiehlt, die zum Klimaschutz noch am ehesten bereiten Europ├Ąer sollten versuchen, das stark vom Klimawandel bedrohte China mit ins Boot zu holen, um den Rahmen f├╝r ein Nachfolgeabkommen f├╝r das auslaufende Kyoto-Protokoll abzustecken. Einen wichtigen Anreiz auf der Suche nach weiteren Verb├╝ndeten sieht auch sie in dem globalen Klimafonds, von dem vor allem Schwellen- und Entwicklungsl├Ąnder profitieren w├╝rden.

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