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Vulkanausbr├╝che st├╝rzten Erde in Kleine Eiszeit

von Axel Bojanowski

Aktualisiert am 02.02.2012Lesedauer: 3 Min.
Durch Vulkan-Ausbr├╝che bedingte K├Ąltephasen sind auch heute m├Âglich. Der isl├Ąndische Vulkan Grimsv├Âtn brach zuletzt im Mai 2011 aus
Durch Vulkan-Ausbr├╝che bedingte K├Ąltephasen sind auch heute m├Âglich. Der isl├Ąndische Vulkan Grimsv├Âtn brach zuletzt im Mai 2011 aus (Quelle: /dpa-bilder)
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Hungersn├Âte, Seuchen, Kriege - die Kleine Eiszeit am Ende des Mittelalters traf besonders Europa. Forscher haben ermittelt, warum es so kalt wurde: Vulkane setzten eine fatale Kettenreaktion in Gang - die sich jederzeit wiederholen k├Ânnte.

Am 9. September 1302 erfroren die Weinst├Âcke im Elsass. Es folgte ein strenger Winter. Am 2. Mai 1303 standen in Deutschland die Bauern vor ihrer erfrorenen Saat. Noch ahnten sie nicht, wie hart die Zeiten werden sollten - die Kleine Eiszeit hatte begonnen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Welt viele ungew├Âhnlich kalte Jahrzehnte. Europa traf es besonders heftig; h├Ąufig blieb die Ernte aus, Krankheiten grassierten, gesellschaftliche Spannungen wuchsen, Kriege brachen los.

Klima-Kettenreaktion

Wie kam es zu dem Klimaumschwung? Klar scheint, dass die Sonne mehrere Schw├Ąchephasen durchlebte. Eine neue Studie aber best├Ątigt nun die vorherrschende Theorie, wonach Vulkanausbr├╝che die Ursache der Kleinen Eiszeit waren. Mehrere gro├če Eruptionen in den Tropen im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts h├Ątten eine Klima-Kettenreaktion in Gang gesetzt, berichten Forscher um Gifford Miller von der University of Boulder in den USA im Fachmagazin "Geophysical Research Letters".

Die Wissenschaftler st├╝tzen sich auf die Analyse von Ablagerungen aus der Anfangszeit der Kleinen Eiszeit, sowie auf Klimasimulationen. Im Norden Kanadas und in Island fanden sie Pflanzenreste, die bislang unter Gletschern verborgen lagen. Zwischen 1275 und 1300 und um 1450 herum habe es ein regelrechtes Massensterben der Vegetation in den Polarregionen gegeben, berichten die Forscher. Vorr├╝ckende Gletscher h├Ątten die Pflanzen daraufhin zugedeckt.

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Ablagerungen am Grund eines Gletschersees in Island best├Ątigten, dass sich w├Ąhrend jener beiden Abk├╝hlungsphasen massenhaft Schutt am Boden des Sees ablagerte - ein Hinweis daf├╝r, dass Gletscher vorr├╝ckten, dabei Sand vom Boden kratzten, der schlie├člich in den See rieselte.

Schon lange verd├Ąchtigen Forscher Vulkane, die K├Ąltesch├╝be ausgel├Âst zu haben. Ihre Partikel legen sich als Schleier um die Erde und blockieren w├Ąrmende Sonnenstrahlung. Im Eispanzer Gr├Ânlands haben Geologen Schwefelspuren von Ausbr├╝chen gefunden.

Tropen-Vulkane entfalten die st├Ąrkste Wirkung

Demnach ereigneten sich in der zweiten H├Ąlfte des 13. Jahrhunderts vier gro├če Eruptionen; Mitte des 15. Jahrhunderts gab es den Schwefelablagerungen zufolge mindestens einen heftigen Ausbruch. Welche Vulkane dies jeweils waren, ist allerdings umstritten. Die st├Ąrkste Wirkung entfalten Vulkane in den Tropen - ihre Partikel verteilen sich am besten.

Die gr├Â├čte Eruption ereignete sich wohl 1258. In jenem Jahr lagerten sich in Gr├Ânland und der Antarktis gro├če Mengen Schwefel ab, die bis heute aber keinem Vulkan zugeordnet werden k├Ânnen. Gesucht werden m├╝sse der ├ťbelt├Ąter in den Tropen, meinen Experten. Die Schwefelschichten am Nord- und S├╝dpol seien ├Ąhnlich dick, was darauf hinweise, dass der Vulkan etwa am ├äquator gelegen haben m├╝sse.

Um die Wirkung der vier Ausbr├╝che am Ende des 13. Jahrhunderts zu testen, haben Gifford Miller und seine Kollegen das Szenario mit einem Klimamodell durchgespielt. Dabei zeigte sich, dass mehrere gro├če Eruptionen in den Tropen eine fatale Kettenreaktion in Gang setzen.

An den Polen breiten sich Gletscher und Meereis aus. Das Eis reflektiert Sonnenstrahlung, die sonst die Erde w├Ąrmt - die Luft k├╝hlt sich weiter ab. Das Meereis bremst gleichzeitig warme Str├Âmungen wie den Golfstrom, so dass weniger W├Ąrme in hohe Breiten gelangt. Die Abk├╝hlung l├Ąsst noch mehr Eis wachsen, woraufhin sich die Kettenreaktion verst├Ąrkt.

W├Ąhrend der Kleinen Eiszeit sorgten weitere Vulkanausbr├╝che f├╝r besondere K├Ąltesch├╝be: Der Ausbruch des indonesischen Tambora 1815 etwa verschmutzte jahrelang die Atmosph├Ąre. 1816 ging als das "Jahr ohne Sommer" in die Geschichte ein. Die Vulkanpartikel sorgten aber auch f├╝r besonders sch├Âne Sonnenunterg├Ąnge, die K├╝nstler auf Bildern festgehalten haben.

├ähnliche K├Ąltephasen k├Ânnten sich wiederholen

Jederzeit w├Ąren ├Ąhnliche K├Ąltephasen m├Âglich: Schon die Eruption des Pinatubo auf den Philippinen 1991 f├╝hrte im Folgejahr zu einer weltweiten Abk├╝hlung von immerhin knapp einem halben Grad. Drei Ausbr├╝che dieser Gr├Â├če binnen weniger Jahre k├Ânnten Simulationen zufolge erneut eine lang anhaltende K├Ąltephase ausl├Âsen - wom├Âglich eine Kleine Eiszeit.

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