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Klimawandel legt verseuchte Armeebasis frei

Von afp
Aktualisiert am 01.10.2016Lesedauer: 2 Min.
Das einst ewige Eis Grönlands ist nicht ewig.
Das einst ewige Eis Grönlands ist nicht ewig. (Quelle: /dpa-bilder)
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Dass das ewige Eis eines Tages schmelzen könnte, war damals noch unvorstellbar. 1959 begannen Ingenieure der US-Armee, in Grönland unter der meterdicken Schnee- und Eisschicht eine MilitĂ€rbasis anzulegen. Labors, ein Krankenhaus, eine Kirche und ein Kino, alle verbunden durch Tunnel, gehörten zum "Camp Century", zum "Jahrhundert-Lager". Die Energie dafĂŒr lieferte ein kleiner mobiler Atomreaktor.

Offiziell sollte die Basis mit bis zu 200 Soldaten arktischen Forschungsprojekten dienen. Doch "Camp Century" beherbergte auch ein geheimes Vorhaben: "Projekt Eiswurm". Auch im Vertrag der USA mit DÀnemark, der einstigen Kolonialmacht Grönlands, wurde der Plan verschwiegen.


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"Projekt Eiswurm" sah vor, auf der Basis Atomraketen gegen die Sowjetunion in Stellung zu bringen, 600 insgesamt. Doch dann stellten die Ingenieure fest, dass die Eismassen sich weit schneller bewegten, als man bis dahin wusste, und die Tunnel deshalb einzustĂŒrzen drohten. 1967 gaben die USA gesamte die Basis auf.

Nicht ordentlich aufgerÀumt

Den mobilen Reaktor nahm die Armee wieder mit; zurĂŒck blieben tonnen- und literweise giftige und gefĂ€hrliche Stoffe: krebserregende Chlorverbindungen, radioaktives KĂŒhlwasser und verseuchte AbwĂ€sser. Insgesamt etwa 30 Airbus-Ladungen voll. In den Schneemassen eingeschlossen, schien von der Hinterlassenschaft keine Gefahr auszugehen.

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"Als der Abfall eingelagert wurde, dachte niemand, dass er jemals wieder rauskommen wĂŒrde", sagt William Colgan von der York University in Kanada. In seiner kĂŒrzlich veröffentlichten Studie legt er dar, wie durch die ErderwĂ€rmung GiftmĂŒll doch in die Umwelt gelangen könnte. "Weder die USA noch DĂ€nemark haben damals grundsĂ€tzlich etwas falsch gemacht, aber die Welt hat sich verĂ€ndert", sagt der Wissenschaftler.

Schneller als sonstwo

In der Arktis steigen die Temperaturen schneller als im Rest der Welt. 2090 wird die Menge des schmelzenden Eises laut der Studie vermutlich nicht mehr durch neuen Schneefall ausgeglichen werden, die toxischen Hinterlassenschaften kĂ€men zum Vorschein. Doch auch schon vorher könnte Schmelzwasser durch Risse im Eis in das verseuchte Tunnelsystem gelangen, das derzeit noch etwa 35 Meter unter der OberflĂ€che liegt. Da es sehr teuer wĂ€re, die Basis freizulegen und den MĂŒll zu entsorgen, könnten die AufrĂ€umarbeiten erst beginnen, wenn die darĂŒberliegende Eisschicht geschmolzen sei, folgern die Forscher.

Jetzt lernen Sie Grönlands Außenminister kennen

Der grönlĂ€ndische Außenminister Vittus Qujaukitsoq nannte die Ergebnisse der Studie "besorgniserregend". Es mĂŒsse geklĂ€rt werden, wer verantwortlich fĂŒr die SĂ€uberung sei. Die USA und DĂ€nemark seien gemeinsam zustĂ€ndig, urteilt der dĂ€nische Wissenschaftshistoriker Kristian Hvidtfelt Nielsen von der UniversitĂ€t Aarhus.

"Moralisch gesehen tragen DĂ€nemark und die USA gemeinsam Verantwortung fĂŒr die AufrĂ€umarbeiten", sagt Nielsen. "Denn die Amerikaner haben die Basis zwar gebaut, aber die DĂ€nen haben ihnen die Erlaubnis dafĂŒr gegeben."

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