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USA: Erstmals kommerzieller Klon-Hund geliefert

US-Paar glücklich über Lancey  

Kommerziell geklonter Hund geliefert

29.01.2009, 12:37 Uhr | dpa

Lancelot heißt der zehn Wochen alte Welpe - wie schon das Original (Quelle: dpa)Lancelot heißt der zehn Wochen alte Welpe - wie schon das Original (Quelle: dpa)

Zehn Wochen nach seiner Geburt ist ein Labrador-Welpe, der von einer kalifornischen Firma in einem Labor in Südkorea geklont wurde, seinen zahlenden Besitzern in den USA übergeben worden. Allerdings ist nicht der "erste kommerziell geklonte Hund in der Welt", wie die in San Francisco ansässigen Firma "BioArts International" behauptet - höchstens der erste kommerziell geklonte Hund, der auch noch geliefert wurde.

Foto-Serie Klonhund Lancey

Pionierhunde billiger

Bereits im vergangenen August hatte eine Amerikanern - als weltweit erste - gleich einen ganzen Wurf von Klonen ihres verstorbenen Lieblingshundes erworben. Allerdings musste sie extra nach Seoul reisen. Dafür kam sie aber auch billiger weg: Als Klonhund-Pionierin musste sie nur 50.000 Dollar zahlen.

Ziemlich teuer

Edgar und Nina Otto, ein Ehepaar aus Boca Raton im US-Bundesstaat Florida mussten dagegen gleich 155.000 Dollar für einen Klon ihres im Januar 2008 gestorbenen Labradors "Lancelot" zahlen. Wie die Zeitung "Miami Herald" am Mittwoch berichtete, wohnt der kleine Hund, der mit vollem Namen "Lancelot Encore" - frei übersetzt: "noch ein Lancelot" - heißt, nun in einem großen Haus auf einem weitläufigen Grundstück - zusammen mit neun anderen Hunden, zehn Katzen und sechs Schafen.

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"Der kleine Lancey"

"Wir sind so glücklich, den kleinen "Lancey" endlich in unserer Familie zu haben", sagte Nina Otto. "Sein Vorgänger hat uns sehr viel bedeutet. Wir sind total aus dem Häuschen." Der Betreiber des Klon-Dienstes, Lou Hawthorne, beschrieb den Welpen als "lebendigen kleinen Kerl": Er knabbert alles an und stiehlt schon Sachen." Er geht davon aus, dass der Klonhund eine normale Lebensdauer von zwölf bis 13 Jahren haben wird, "vollkommen fruchtbar" ist und Nachwuchs zeugen kann.

Genmaterial auf Eis

Die Ottos waren eine von fünf Familien, die im vergangenen Juli im Rahmen einer Versteigerungsaktion der Klon-Firma als erste Empfänger ausgewählt wurden. Ihr Labrador "Lancelot" war zu dieser Zeit bereits tot, aber das Ehepaar hatte Genmaterial des Tieres auf Eis legen lassen. Im Oktober wurde die geklonte Eizelle einer Hunde-Leihmutter in Südkorea eingepflanzt, das Klon-Hündchen kam am 18. November zur Welt.

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Lizenz zum Klonen

Die Klon-Idee kam Hawthorne 1997, als das Schaf "Dolly" als erste genetische Kopie eines Säugertiers Furore machte. Er erwarb von dem "Dolly"-Team die weltweite Lizenz für das Klonen von Hunden und Katzen. 2004 machte Hawthornes damalige Biotech-Firma "Genetic Savings and Clone" Schlagzeilen, als erstmals Kätzchen auf Bestellung geklont und für 50.000 Dollar verkauft wurden. Zwei Jahre später machte das Unternehmen allerdings dicht, weil das Verfahren wirtschaftlich unrentabel war.

Weitere Projekte laufen

Der südkoreanische Tiermediziner Hwang Woo Suk hatte im August 2005 erstmals eine Kopie eines lebenden Hundes vorgestellt - einen Windhund namens "Snuppy". In dem Labor in Südkorea will das kalifornische Unternehmen alle weiteren Klon-Projekte in Auftrag geben.

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