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Tierversuch in Großbritannien: Schweine bei Terror-Tierversuch in die Luft gejagt

Tierversuch in Großbritannien  

Schweine bei Terror-Tierversuch in die Luft gejagt

12.02.2010, 20:06 Uhr | dpa

Schon wieder ein grausiger Tierversuch mit Schweinen: In Großbritannien sind lebende Schweine in die Luft gesprengt worden. Damit sollte nach Angaben britischer Medien der Effekt von Terrorattacken auf Menschen untersucht werden. Die Versuche fanden nach Angaben von "Spiegel Online" allerdings schon 2002 und 2003 Forschungszentrum Porton Down in Südengland statt.

In Österreich hatten Forscher kürzlich erst bei einem Lawinenexperiment Schweine lebendig im Schnee vergraben.

Tierversuch in Österreich Schweine im Schnee begraben


Alle Tiere tot

Bei dem Spreng-Versuch auf einem Militärstützpunkt in England wurden 18 Tiere erst in Brandschutzdecken gehüllt. Anschließend wurde rund zwei Meter entfernt Sprengstoff gezündet. Die Wissenschaftler ließen die Schweine ausbluten, um zu überprüfen, wie lange sie am Leben blieben. Das hatte die Zeitung "Sunday Times" berichtet. Die Schweine wurden vor der Explosion betäubt. Keines der Tiere überlebte. Tierschützer zeigten sich entsetzt über die britischen Experimente. Johanna Stadler, Geschäftsführerin vom Tierschutzverein Vier Pfoten in Österreich, erklärte in einer Mitteilung: "Tiere aus Versuchsgründen in die Luft zu sprengen ist massiv tierquälerisch, unethisch und obendrein sinnlos."



Kritik an Tierversuch

Die "Sunday Times" zitiert aus dem britischen Forschungspapier, das Spreng-Experiment sei nötig, weil Verletzungen durch Explosionen wegen der Terrorgefahr ein immer größeres Problem würden. Eine Sprecherin des Labors Porton Down sagte der Zeitung, mit dem Experiment könnten auch Menschenleben gerettet werden. Der britische Verband gegen Tierversuche, die British Union for the Abolition of Vivisection, stellte den Test jedoch infrage. Die Wirkung einer Bombe auf betäubte Schweine würde sich "wesentlich" von der auf Menschen, die bei Bewusstsein seien, unterscheiden.

Protestwelle in Österreich

In Österreich hatten Wissenschaftler lebendige Schweine in Schneemassen verschüttet und sie beim langsamen Ersticken und Erfrieren beobachtet. Eine landesweite Protestwelle führte schließlich dazu, dass die Forscher von der Medizinischen Universität Innsbruck die Studie nach 10 von 29 geplanten Experimenten abbrachen.

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