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Zeitumstellung: Sommerzeit beginnt - Experten warnen vor "Mini-Jetlag"

Sommerzeit hat begonnen - Experten warnen vor "Mini-Jetlag"

31.03.2013, 12:47 Uhr | dapd, dpa

Zeitumstellung: Sommerzeit beginnt - Experten warnen vor "Mini-Jetlag". Zeitumstellung auf Sommerzeit in der Nacht zum Sonntag  (Quelle: dapd)

In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren eine Stunde vorgestellt (Quelle: dapd)

Am Ostersonntag hat die Sommerzeit begonnen. Um 2 Uhr wurden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Die Folge: Die Sonne lässt sich morgens erst später blicken, abends bleibt es länger hell. Die bayerische FDP forderte erneut, die Zeitumstellung abzuschaffen.

Auch wenn sich einige Menschen freuen, nach ihrer Arbeit noch etwas vom Tag zu haben, spricht sich der Großteil der Deutschen laut einer aktuellen Studie ebenfalls gegen die Zeitumstellung aus. Rund 70 Prozent der Bevölkerung sind dem Gesundheitsbarometer der Krankenkasse DAK zufolge für die Abschaffung der Sommerzeit - übrigens im Gegensatz zur bayerischen FDP, die die Sommerzeit schon seit einigen Jahren europaweit zur ganzjährig geltenden Zeit machen und damit die Winterzeit abschaffen möchte.

"Die Zeitumstellung ist überflüssig"

Nach der Umfrage hat jeder Vierte mit den Folgen der Zeitumstellung zu kämpfen. Die meisten der Betroffenen klagen über Schlappheit und Müdigkeit, haben Einschlafprobleme oder Schlafstörungen.

Die Generalsekretärin der bayerischen FDP, Miriam Gruß, forderte eine einheitliche Festlegung auf die Sommerzeit. "Die Zeitumstellung ist überflüssig und gehört schnellstmöglich abgeschafft", sagte Gruß. Dass der halbjährliche Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit keinerlei Nutzen bringe, sei längst erwiesen. "Die erhoffte Energieersparnis ist nicht eingetreten, dafür wird der menschliche Biorhythmus alle sechs Monate grundlos durcheinandergebracht, worunter vor allem Kinder und ältere Menschen leiden", monierte die Liberale.

"Mini-Jetlag" bei Autofahrern

Gerade für Autofahrer ist die Umstellung problematisch. Laut Auto Club Europa (ACE) kann das alljährliche Prozedere bei Menschen zu einem "Mini-Jetlag" führen. Durch das Vorstellen der Uhr komme es bei vielen Menschen zu einem Schlafdefizit, das der Situation nach einem Flug sehr nahe komme. Der Verein warnt, dass derartige Durchhänger zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen können.

Zudem sollten Autofahrer wieder verstärkt auf Rehe, Hirsche und andere Tiere achten. "Der morgendliche Berufsverkehr fällt plötzlich wieder in die Dämmerung - die aktivste Phase der Wildtiere", warnte der Sprecher des Deutschen Jagdschutzverbands, Torsten Reinwald. Der Verband rechne im Frühjahr insgesamt mit deutlich mehr Wildunfällen. Neben der Zeitumstellung seien dafür auch der Hunger der Tiere nach frischem Grün sowie die Territorialkämpfe des Rehwilds verantwortlich.

Leichtes Abendessen und frische Luft

Damit die Umstellung besser verkraftet werden kann, empfiehlt die AOK ein leichtes Abendessen, Bewegung an der frischen Luft und Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen.

Von einem Mittagsschlaf unmittelbar nach der Umstellung rät sie ab. Auch Sport am Abend, aufputschende Getränke oder ein schweres Abendessen seien weitere Faktoren, die eine Umstellung der inneren Uhr auf die Sommerzeit erschweren können, sagte Maroß.

Deutsche Bahn stellt mehr als 120.000 Uhren um

Bei der Deutschen Bahn ist die Zeitumstellung inzwischen Routine. Als am Sonntag in Deutschland die Winterzeit endete, wurden an den Bahnhöfen mehr als 120.000 Uhren auf einmal umgestellt. Die Uhren wurden automatisch auf die neue Zeit eingestellt, wie der Konzern mitteilte. Taktgeber ist das Funksignal der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Dieses Signal wird bei der Deutschen Bahn von Funkuhren empfangen und über 2500 Hauptuhren an alle 120.000 Nebenuhren im Bahnbereich weitergegeben.

Die Zeitumstellung wurde 1980 eingeführt. Seit 1996 dauert die Sommerzeit wie in den anderen EU-Ländern jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. In diesem Jahr geht sie bis zum 27. Oktober.

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