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Ryanair-Maschine von Passagieren geplündert - Revolte im Billig-Flieger

Ärger im Billig-Flieger  

Passagiere plündern Ryanair-Maschine

21.01.2014, 15:42 Uhr | t-online.de

Ryanair-Maschine von Passagieren geplündert - Revolte im Billig-Flieger. Billig-Flieger Ryanair (Quelle: dpa)

Bei Passagieren oft in der Kritik: Billig-Flieger Ryanair (Quelle: dpa)

Ärger an Bord eines Ryanair-Fluges: Passagiere, die auf dem Weg von Marokko nach Paris waren, gerieten nach einem Bericht der französischen "Metronews" derart in Rage, dass die Polizei gerufen werden musste.

Auslöser war demnach eine ungeplante Zwischenlandung und in Folge davon eine langwierige Odyssee. Der Flieger mit 170 Personen an Bord musste in der spanischen Hauptstadt Madrid zwischenlanden, weil ein Passagier schwer erkrankt war und medizinisch versorgt werden musste. Doch als das Flugzeug wieder startete, war es zu spät für den Zielflughafen Paris; dort gilt ein Nachtflugverbot.

Stattdessen landete der Billig-Flieger im westfranzösischen Nantes, 400 Kilometer von Paris entfernt, wo die Passagiere übernachten sollten. Aus dem Flug, der planmäßig zweieinhalb Stunden hätte dauern sollen, wurde am vergangenen Wochenende so eine 24-Stunden-Odyssee. Die Passagiere reagierten dementsprechend gereizt.

Alkohol, Parfum und Essbares

Auf dem Flughafen von Nantes soll die Lage dann eskaliert sein: Die aufgebrachte Menge, zumeist Franzosen, habe den Anweisungen der Crew nicht mehr gefolgt - einige seien sogar handgreiflich geworden - und den Bord-Shop geplündert. Die Leute stahlen angeblich Alkohol, Parfum und Essbares. Ein Gepäck-Mitarbeiter sprach von "beinahe tierischem und barbarischem Verhalten" gegenüber Flug- und Bodenpersonal.

Ein Passagier bestätigte gegenüber der französischen "Metronews", es habe tatsächlich "ganz besonders respektlose Passagiere" gegeben. Gleichzeitig kritisierte er aber auch: "Ich bin kein Räuber und auch kein Geiselnehmer. Wir waren müde und genervt von dem schlechten Management. Wir waren durstig, hungrig und bekamen keinerlei Informationen über unser Schicksal." Das Plündern des Flug-Shops sei eine Kompensation gewesen: "Nach sieben Stunden im Flugzeug - statt zweieinhalb - mussten die Leute einfach etwas essen." Schließlich wurde die Polizei gerufen, um die Meute zu bändigen. Sie räumte das Flugzeug.

400 Kilometer mit dem Bus

Gegenüber t-online.de bestätigte Ryanair, dass die Passagiere anschließend "gemäß der Ryanair Beförderungsregeln und -bedingungen" über Nacht im Hotel untergebracht und am nächsten Morgen mit einem Bus nach Paris Beauvais befördert wurden. Die Fluggesellschaft entschuldigt bei allen Passagieren, die von dieser Verzögerung betroffen waren.

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