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Kunst-Debakel in Belgiens Kulturhauptstadt Mons

Installation zusammengebrochen  

Debakel in Kulturhauptstadt 2015

26.12.2014, 12:24 Uhr | dpa

Kunst-Debakel in Belgiens Kulturhauptstadt Mons. Ende mit Schrecken: Im belgischen Mons ist eine Kunstinstallation krachend zusammengebrochen. (Quelle: dpa)

Ende mit Schrecken: Im belgischen Mons ist eine Kunstinstallation krachend zusammengebrochen. (Quelle: dpa)

Der belgische Künstler Arne Quinze sorgt wieder einmal unfreiwillig für Schlagzeilen. In Mons bricht eine gigantische Holz-Installation des Ex-Partners von Barbara Becker zusammen. Das Werk war eigentlich als eine der Hauptattraktionen der Kulturhauptstadt 2015 gedacht.

Die künftige europäische Kulturhauptstadt Mons steht fassungslos vor einem Trümmerberg. Kurz vor der offiziellen Eröffnung des Festivaljahres 2015 stürzte an Heiligabend mitten im Zentrum der belgischen Provinzmetropole eine Installation des Künstlers Arne Quinze (43) ein.

Der durch eine gescheiterte Ehe mit Boris Beckers Ex-Frau Barbara auch außerhalb der Kunstszene bekanntgewordene Belgier hatte das aus Tausenden Holzlatten bestehende Werk mit dem Namen "The Passenger" erst im November fertiggestellt. Es überspannte wie ein gigantisches Astwerk einen ganzen Straßenzug und sollte eigentlich eine der Hauptattraktionen der Kulturhauptstadt 2015 sein.

Der Künstler und die Festivalleitung zeigten sich nach dem Einsturz vor allem erleichtert darüber, dass dieser nur Sachschäden verursachte. "Das ist ein Schock, aber das Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde", kommentierte der sofort nach Mons geeilte Quinze.

Wie durch ein Wunder keine Verletzten

Nach Angaben einer Augenzeugin war eine ältere Dame nur wenige Schritte von der Unglücksstelle entfernt, als es plötzlich krachte. "Ich hatte Angst um sie. Die Teile sind direkt neben ihr zu Boden gestürzt", berichtete Razika Benaddi der Tageszeitung "La Dernière Heure". Wie durch ein Wunder sei niemand getroffen worden.

"Es scheint, dass einer der tragenden Holzbalken zu schwach gewesen ist - entgegen der ganzen technischen Untersuchungen, die von den Ingenieuren gemacht wurden", sagte Quinze einen Tag nach dem Vorfall gegenüber der Zeitung "Le Soir". Nach den Aufräumarbeiten solle mit der Reparatur der Installation begonnen werden. Der Schaden sei kleiner, als es Bilder von der Unglücksstelle im Zentrum der belgischen Stadt vermuten ließen, so der Künstler.

Quinze hat in der Vergangenheit etliche ähnliche Kunstwerke in Städten wie Paris, München oder Brüssel errichtet, ohne dass irgendetwas passierte. Er und die Festivalleitung beteuerten, dass auch in Mons alle Sicherheitsauflagen eingehalten worden seien.

Im schlimmsten Fall wird Mons das Kulturhauptstadtjahr am 24. Januar ohne die Installation von Quinze eröffnen müssen. Es bleiben allerdings immerhin rund 300 Veranstaltungen, darunter 20 große Ausstellungen. Zu den Höhepunkten zählt die Werkschau "Van Gogh au Borinage. La naissance d'un artiste" (etwa: Van Gogh in Borinage. Die Geburt eines Künstlers). Gezeigt werden rund 70 Werke des niederländischen Malers, der zwischen 1878 und 1880 in dem Bergarbeiterdorf Borinage in der Nähe von Mons lebte und malte.

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