Sie sind hier: Home > Panorama > Buntes >

Tadschikistan geht gegen ausländische Vornamen vor

Nationalistischer Vorstoß  

Tadschikistan will ausländische Vornamen verbieten

08.12.2015, 14:16 Uhr | dpa

Tadschikistan geht gegen ausländische Vornamen vor. Staatschef Emomali Rachmon greift durch.  (Quelle: dpa)

Staatschef Emomali Rachmon greift durch. (Quelle: dpa)

Tadschikistan in Zentralasien will Vornamen ausländischer Herkunft für Neugeborene verbieten. Eltern sollen künftig nur noch aus einem Register von 4000 bis 5000 tadschikischen Namen wählen können. Das Parlament soll das Gesetz noch in diesem Jahr ändern.

Der autoritäre Staatschef Emomali Rachmon hatte sich schon vor Jahren über russische Wörter wie Wolk (Wolf) und Topor (Axt) als Vornamen beschwert, "die uns und alle anderen verschrecken". Der Vorstoß passt zu Rachmons Bemühungen, die Kultur des armen Gebirgslandes herauszustreichen.

Ausnahmen für muslimische Mohammed und Hassan

Auch Namen aus dem Arabischen sollen verschwinden, wobei in dem islamischen Land Ausnahmen für Vornamen wie Mohammed, Hassan, Hussein, Fatima oder Suchra gemacht werden.

Derzeit populäre tadschikische Namen sind Sitora (Stern) für Mädchen, Dschachongir oder Bachodur (der Starke) für Jungen.

Auch Tiere oder Gegenstände dürfen nicht mehr als Namensgeber dienen. Seit in Tadschikistan das Wasserkraftwerk Rogun weitergebaut wird, sind für Jungen Vornamen wie Rogunscho und Schachrogun in Mode gekommen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal