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Polen: Schatzgräber suchen mit neuer Methode nach dem Nazi-Goldzug

Grabungen in Polen  

Schatzgräber suchen mit neuer Methode nach Nazi-Goldzug

30.08.2016, 12:26 Uhr | dpa

Polen: Schatzgräber suchen mit neuer Methode nach dem Nazi-Goldzug. Die Suche nach dem vermeintlich Nazi-Goldzug in Polen war bislang nicht von Erfolg gekrönt. (Quelle: dpa)

Die Suche nach dem vermeintlich Nazi-Goldzug in Polen war bislang nicht von Erfolg gekrönt. (Quelle: dpa)

Die Hobby-Schatzgräber, die nach einem vermeintlich Nazi-Goldzug in Polen - bislang erfolglos - suchen, geben nicht auf: Piotr Koper und Andreas Richter wollen ihre Arbeit nun mit einer neuen Methode fortsetzen.

"Mit seismischen Messungen sollen die bisherigen Ergebnisse überprüft werden", sagte Sprecherin Christel Focken.

Die Grabungsarbeiten beim niederschlesischen Walbrzych (Waldenburg) hatten weder den unterirdischen Tunnel noch den vermeintlichen deutschen Panzerzug ans Tageslicht gebracht, den das Schatzgräber-Duo auf Bodenradarbildern entdeckt haben will.

Untersuchung des Bodens mit Schallwellen

Nach der Untersuchung des Bodens mit Schallwellen solle gebohrt werden, sagte Focken. Doch bis dahin könnten noch mehrere Monate vergehen.

Die Gruppe um den Polen Koper und den Deutschen Richter vermutet, dass im Zweiten Weltkrieg ein gepanzerter und womöglich mit Schätzen beladener Zug der Nazis in der Nähe von Walbrzych (Waldenburg) unterirdisch versteckt wurde.

Skepsis bei Experten

Obwohl Experten der Bergbauakademie in Krakau die Existenz des Zuges im vergangenen Dezember ausgeschlossen hatten, begannen die Hobbyforscher mit Dutzenden Helfern und schwerem Gerät mit den Grabungen.

Die Grabungsarbeiten werden von den Amateuren selbst sowie von Sponsoren finanziert. Die polnischen Behörden wollten sich nicht beteiligen. 

Gerüchte halten sich hartnäckig 

In Polen halten sich seit Jahrzehnten hartnäckig Gerüchte um zwei verschwundene Nazi-Züge voller Gold, Schmuck und Kunstwerke. Im August 2015 verkündeten Koper und Richter, sie hätten mit Hilfe von Georadaruntersuchungen Beweise für die Existenz eines solchen Zuges gefunden.

Fest steht, dass die Nazis in der Nähe von Walbrzych rund um das Schloss von Ksiaz (zu deutsch: Fürstenstein) von Kriegsgefangenen riesige unterirdische Tunnelanlagen errichten ließen. In dem Gebiet sollte ein Hauptquartier von Adolf Hitler entstehen.

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