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Aus für "vegane Wurst"? Agrarminister Schmidt nennt Begriffe irreführend

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"Irreführung der Verbraucher"  

Agrarminister will "Veggie-Wurst" & Co verbieten

28.12.2016, 09:47 Uhr | dpa

Aus für "vegane Wurst"? Agrarminister Schmidt nennt Begriffe irreführend. Nach dem Willen von Agrarminister Schmidt soll bald kein "veganes Schnitzel" mehr in die Pfanne kommen. (Quelle: dpa)

Nach dem Willen von Agrarminister Schmidt soll bald kein "veganes Schnitzel" mehr in die Pfanne kommen. (Quelle: dpa)

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) hat Fleischbezeichnungen wie "vegetarisches Schnitzel" oder "vegane Currywurst" für fleischlose Lebensmittel ins Visier genommen. Diese seien "komplett irreführend und verunsichern die Verbraucher", sagte Schmidt der "Bild"-Zeitung.

Deshalb will Schmidt handeln: "Ich setze mich dafür ein, dass sie im Sinne einer klaren Verbraucherkennzeichnung verboten werden." Niemand dürfe "bei diesen Pseudo-Fleischgerichten so tun, als ob es Fleisch wäre", forderte Schmidt.

Eigene Namen statt Fleischbezeichnungen

Hersteller sollten eigene Namen für ihre pflanzlichen Produkte finden. Auch die CDU im wichtigen Agrarland Niedersachsen fordert, dass Fleischersatzprodukte nicht mehr als "Wurst", "Schnitzel" oder "Frikadelle" verkauft werden sollen.

Schmidt (CSU) hatte sich zuvor schon für eine klare Kennzeichnung der Inhaltsstoffe sogenannter Veggie-Produkte ausgesprochen – nach dem Motto "Was drauf steht, muss auch drin sein". Wer sich bewusst vegetarisch oder vegan ernähre, solle zuverlässig aus einem breiten Angebot von Lebensmitteln auswählen können.

Schmidts Forderung ist nicht neu

Dafür sei eine klare Kennzeichnung dieser Produkte wichtig, sagte Schmidt im Oktober. Bereits im Juni hatte er in einem Brief an Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, eine klare Kennzeichnung vegetarischer und veganer Produkte gefordert.

Sie sind gefragt: Hat Minister Schmidt recht? Und wenn ja, haben Sie Vorschläge für diese alternativen Produktnamen?

Ihre Vorschläge und Kommentare bisher:

Vegane Wurst als "Vurst" bezeichnen.

"Vegetarischer Bratrundling" oder "Vegetarischer Puffer schnitzelartig geformt".

Ein Leser erklärt: "Logischerweise müsste Agrarminister Schmidt dann auch gegen die Bezeichnung Marzipan-Kartoffel vorgehen. Das Wort Schnitzel kommt von schneiden. Das vegetarische Rezept Sellerieschnitzel heißt so, weil man vom Sellerie Scheiben abschneidet."

Ein weiterer Leser kommentiert: "Das ist doch nichts anderes als Lobbyismus für die Fleischindustrie, die auch noch als Verbraucheraufkärung getarnt ist."

Einige Leser sagen auch, dass der Verbraucher deutlich mündiger ist, als der Minister zu glauben scheint: "Vegetarisches Schnitzel mag für so einen Minister irreführend sein. Der normale Mensch weiß was gemeint ist."

Wenn Lebensmittel nach dem benannt werden müssen, was drin ist, sollten nach der Forderung eines anderen Lesers auch "Hamburger, Frankfurter, Berliner, Jägerschnitzel, Holzfällersteak" dringend umbenannt werden.

Viele Leser kritisieren unterdessen die mangelhafte Ausszeichnung von Lebensmitteln insgesamt. Hier ein Beispiel: "Er sollte sich mal um den ganzen chemischen Dreck kümmern, den wir mit den Lebensmitteln von seinen Freunden der Industrie vorgesetzt bekommen und der in kleinsten oft unlesbaren Schriften dem Käufer 'erklärt' wird."

Andere Leser sehen eine andere Motivation hinter dem Vorstoß des Ministers: "Dieser Versuch zeigt wieder einmal deutlich den Einfluss der Lobbyisten."

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