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Kirche muss "Pille danach" beim Karneval dulden

Brasiliens Katholiken im Konflikt  

Kirche muss "Pille danach" beim Karneval dulden

30.01.2008, 18:07 Uhr | AFP

Vor dem offiziellen Beginn des Karnevals in der brasilianischen Stadt Recife am kommenden Freitag ist die katholische Kirche mit ihrem Vorstoß gescheitert, die Gratisabgabe der sogenannten "Pille danach" gerichtlich untersagen zu lassen. Die Staatsanwältin Ivana Botelho sagte, die kostenlose Verteilung der Pille danach animiere keineswegs - wie von der Kirche behauptet - zu wildem Sex und Abtreibung.



Bischof droht mit Exkommunikation

Die Entscheidung bedeutet, dass sich die Erzdiözese von Recife als klagende Instanz zunächst mit der von der Stadtverwaltung angekündigten Pillenvergabe zum Nulltarif abfinden muss. Der Erzbischof des Bundesstaats Pernambuco, José Cardoso Sobrinho, will allerdings laut Medienberichten nicht locker lassen. Er drohte außerdem jeder Frau mit dem Ausschluss aus der katholischen Kirchengemeinschaft, sollte sie die "Pille danach" einnehmen.

"Rechte der Frauen gewährleistet"

Die Stadtverwaltung von Recife will während der tollen Tage all jenen Frauen die "Pille danach" kostenlos zukommen lassen, die sich in stationären oder ambulanten Gesundheitsposten als Opfer von sexueller Gewalt zu erkennen geben oder erklären, beim Sex nicht verhütet zu haben. Mit der Maßnahme sollen die "sexuellen und reproduktiven Rechte der Frauen" gewährleistet werden, heißt es. Bei Einnahme der "Pille danach" innerhalb von 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr wird die Befruchtung blockiert.

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