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Argentinien weist Bischof Williamson aus

Holocaust-Leugnung  

Argentinien weist Bischof Williamson aus

27.02.2009, 15:36 Uhr | dpa , dapd , AFP

Argentinien weist Holocaust-Leugner Williamson aus (Foto: dpa)Argentinien weist Holocaust-Leugner Williamson aus (Foto: dpa)

Argentinien weist nach eigenen Angaben den Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson aus. Als Begründung wurden "Unregelmäßigkeiten" in seinen Aufenthaltspapieren genannt. Der Brite hatte lange Zeit ein Priesterseminar im argentinischen La Reja bei Buenos Aires geleitet, allerdings entzog ihm die Pius-Bruderschaft unlängst diesen Posten.

Williamson gehört zu vier Bischöfen der fundamentalistischen Bruderschaft, deren Exkommunikation Papst Benedikt XVI. Ende Januar aufgehoben hatte. Argentinien hat Williamson aufgefordert, das Land binnen zehn Tagen zu verlassen.

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Eklat durch Fernseh-Interview

In einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen hatte der Bischof kurz vor der Aufhebung seiner Exkommunikation durch Papst Benedikt XVI. im Januar gesagt, er denke, dass "200.000 bis 300.000 Juden in den Konzentrationslagern gestorben" seien, aber "nicht ein einziger von ihnen in Gaskammern". Nach der Ausstrahlung des Interviews im Januar hatte die Pius-Bruderschaft sich von Williamson distanziert.

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Williamson lehnt Widerruf der Leugnung bisher ab

Am 8. Februar entzog die Piusbruderschaft dem Bischof die Leitung des Priesterseminars. Dort hatte er seit 2003 Priester ausgebildet. Den von Papst Benedikt XVI. geforderten Widerruf der Leugnung der Shoa lehnt Williamson bisher ab.

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