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Flugzeugunglücke: Türkisches Flugzeug bei Amsterdam abgestürzt

Unglücke  

Türkisches Flugzeug bei Amsterdam abgestürzt

25.02.2009, 16:23 Uhr | AFP, dapd, dpa

Die Maschine von Turkish Airlines zerbrach in drei Teile (Foto: Reuters)Die Maschine von Turkish Airlines zerbrach in drei Teile (Foto: Reuters)

Beim Anflug auf den Amsterdamer Flughafen Schiphol ist am Mittwochvormittag ein türkisches Passagierflugzeug abgestürzt. Neun Menschen wurden getötet und 50 verletzt, teilte der zuständige Bürgermeister der Gemeinde Haarlemmermeer, Michel Bezuijen, bei einer Pressekonferenz auf dem Flughafen mit. Bei den Toten handelt es sich Berichten zufolge um sechs Passagiere und drei Besatzungsmitglieder. Der Zustand von mindestens 25 Verletzten sei als ernst zu bezeichnen.

Die türkische Regierung hatte zuvor in Istanbul unter Berufung auf Turkish Airlines erklärt, alle Passagiere und Besatzungsmitglieder hätten das Unglück überlebt. Nach Augenzeugenberichten war die Maschine vom Typ Boeing 737-800 mehrere hundert Meter von der Landebahn entfernt auf ein Feld gestürzt. Es sei ein Wunder, dass es nicht mehr Todesopfer gegeben habe, sagte der türkische Verkehrsminister Binali Yildirim. Die Flügel mit den Treibstofftanks blieben ganz - vielleicht ein Grund dafür, warum es kein Feuer an Bord gab. Mehrere Dutzend Passagiere konnten unverletzt oder mit ein paar kleinen Schrammen das Wrack aus eigener Kraft verlassen.

Video Boeing stürzt in Amsterdam ab
Foto-Serie Flugzeugabsturz in Amsterdam
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Versuchte Notlandung?

Zur Ursache des Absturzes gebe es noch keine Erkenntnisse, sagte Bezuijen. Die Untersuchungen gingen weiter. Vorrang hätten zunächst die Rettung der Menschen und die Bergung von Verletzten gehabt. Jedoch schlossen Luftfahrtexperten nicht aus, dass der Pilot wegen technischer Probleme auf dem Feld notlanden wollte. Dem Flugzeug sei der Sprit ausgegangen, lauteten einige Meldungen der türkischen Medien. In anderen hieß es, die Maschine habe ein oder sogar beide Triebwerke beim Landeanflug verloren.

Behörden schließen Terroranschlag aus

Anderen Berichten zufolge soll ein noch in der Ausbildung befindlicher Pilot das Flugzeug bei der Landung gesteuert haben. Der Azubi habe einen Fehler gemacht und die Maschine in Richtung des Ackers gesteuert. Der Flugzeugkapitän, einer der erfahrensten THY-Piloten überhaupt, habe noch versucht, den Fehler zu korrigieren, doch habe die Zeit nicht mehr gereicht. Die Piloten sollen vorerst nicht vernehmungsfähig sein. Ein Terroranschlag sei offenbar auszuschließen, erklärten die niederländischen Behörden.

Hintergrund Die Fluggesellschaft Turkish Airlines
Hintergrund Der Amsterdamer Flughafen Schiphol

Steckbriefe

Pilot verfügte über viel Erfahrung

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Turkish Airlines, Candan Karlitekin, sagte, zum Unglückszeitpunkt sei die Sicht gut gewesen. Vorstandsvorsitzender Temel Kotil meinte, der Pilot Hasan Tahsin habe über viel Erfahrung verfügt.

Maschine sackte plötzlich ab

Passagiere berichteten, die Maschine sei im Landeanflug plötzlich stark abgesunken. "Zunächst war es eine normale Landung, und dann hat es sich plötzlich wie ein Fall ins Leere angefühlt", sagte Tuncer Mutluhan im türkischen Nachrichtensender "NTV". "Das Flugzeug geriet außer Kontrolle, fiel und stürzte ab." Alles sei eine Sache von wenigen Sekunden gewesen. Sein Mitreisender Kerem Uzel berichtete, kurz nach der Ankündigung der bevorstehenden Landung sei die Maschine plötzlich abgesackt, als ob sie in Turbulenzen geraten sei. Dann sei sie mit dem Heck zuerst auf dem Boden aufgekommen, neben einer Schnellstraße entlanggeschlittert und in einem Feld zum Stehen gekommen. Ein weiterer Insasse, Hüseyin Sümer, sagte, der Absturz habe nur fünf bis zehn Sekunden gedauert. "Einige Passagiere haben in Panik geschrien", sagte der Augenzeuge. Er hatte nach der Bruchlandung selbst aus dem Wrack klettern können.

Flugzeuge mussten am Himmel kreisen

Die Rettungskräfte seien "sehr schnell bei der Unglücksmaschine" gewesen, die um 10.31 Uhr auf einen Acker in der Gemeinde Haarlemmermeer stürzte, sagte Bürgermeister Bezuijen. Der gesamte Flugverkehr sei eingestellt worden. Viele Flugzeuge hätten am Himmel kreisen müssen, inzwischen aber sicher landen können. Die Autobahn A9 und andere Straßen seien im Umfeld des Absturzstelle gesperrt worden.

134 Menschen an Bord

An Bord waren vermutlich 127 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder, darunter 72 Türken und 32 Niederländer, wie der türkische Botschafter in den Niederlanden, Selahattin Alpar, erklärte. Die Nationalität der weiteren Insassen ist bisher nicht bekannt. Die Bundesregierung hat derzeit keine Erkenntnisse darüber, ob Deutsche an Bord der Maschine waren. Die Auslandsvertretung sei eingeschaltet und ein Mitarbeiter des Generalkonsulats auf dem Weg zum Flughafen Schiphol, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Jens Plötner.

Flugzeug regelmäßig gewartet

Die Maschine mit der Flugnummer TK 1951 war am Morgen um 8.22 Uhr in Istanbul gestartet und sollte um 10.40 Uhr in Amsterdam landen. Laut Anzeige am Flughafen und im Internet sollte sie neun Minuten früher eintreffen. Nach Angaben des türkischen Verkehrsministeriums wurde das Flugzeug 2003 gebaut und war regelmäßig gewartet worden.


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