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Pius-Bruderschaft: Richard Williamson bittet um Vergebung

Umstrittener Bischof der Pius-Bruderschaft  

Holocaust-Leugner Williamson bittet um Vergebung

27.02.2009, 15:36 Uhr | AFP, dpa

Bischof Williamson hatte in einem TV-Interview den Holocaust geleugnet (Foto: dpa)Bischof Williamson hatte in einem TV-Interview den Holocaust geleugnet (Foto: dpa)

Der umstrittene katholische Geistliche Richard Williamson hat sich nach seiner erzwungenen Ausreise aus Argentinien für die Leugnung des Holocausts entschuldigt. Dies meldete die katholische Nachrichtenagentur Zenit in Rom. Demzufolge schrieb der 68-Jährige in einem Brief an den Vatikan, er entschuldige sich "bei Gott" und bei allen, die er durch seine Leugnung der Judenvernichtung im Dritten Reich verletzt habe.

Bei seinen Äußerungen zum Holocaust habe es sich nur um die "Meinung eines Nicht-Historikers" gehandelt, die sich auf die Erkenntnisse von vor 20 Jahren gestützt habe, zitierte "zenit.org" den umstrittenen Pius-Bruder. Die Agentur wertete dies als Rücknahme der Äußerungen des Bischofs, die weltweit Empörung ausgelöst hatten.

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Holocaust in TV-Interview geleugnet

"Ich bitte alle, die sich aufgrund meiner Worte aufrichtig entrüstet haben, vor Gott um Vergebung", heißt es in der Erklärung weiter. Williamson hatte in einem schwedischen Fernseh-Interview behauptet, dass in Nazi-Lagern nicht sechs Millionen Juden umgebracht wurden, sondern maximal 300.000, davon allerdings keiner in Gaskammern.

Sturm der Entrüstung ausgelöst

Am selben Tag unterschrieb Papst Benedikt XVI. ein Dekret, das die Exkommunikation Williamsons und dreier weiterer Mitglieder der erzkonservativen Piusbruderschaft rückgängig machte - und löste damit einen Sturm der Entrüstung aus. Vom Papst aufgefordert, seine Äußerungen zu widerrufen, sagte Williamson lediglich, er werde seine Aussagen zum Holocaust "überprüfen".

Am Mittwoch in London gelandet

Argentinien, wo Williamson seit 2003 in einem Priesterseminar gelebt hatte, hatte den Geistlichen in der vergangenen Woche zum Verlassen des Landes aufgefordert und andernfalls mit Ausweisung gedroht. Als Begründung führte die Regierung in Buenos Aires an, Williamson habe mit der Leugnung des Holocausts das Judentum beleidigt. Das Mitglied der erzkatholischen Pius-Bruderschaft war am Mittwoch am Londoner Flughafen Heathrow eingetroffen und hatte sich zunächst in Schweigen gehüllt.



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