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Ratzinger soll in rechtsextremem Verlag publiziert haben

Medienbericht  

Ratzinger soll in rechtsextremem Verlag publiziert haben

16.03.2009, 09:00 Uhr | AFP, dpa

Nach der Debatte um die Pius-Bruderschaft steht Papst Benedikt erneut in der Kritik (Quelle: dpa)Nach der Debatte um die Pius-Bruderschaft steht Papst Benedikt erneut in der Kritik (Quelle: dpa)

Wenige Tage nach dem Papst-Brief zum Konflikt um die ultrakonservative Piusbruderschaft gerät der Vatikan erneut in die Kritik. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hat Papst Benedikt XVI. im Jahr 1998 einen Beitrag in dem rechtsextremen österreichischen Aula-Verlag veröffentlicht. Wie aus dem Schriftverkehr des Vatikans mit dem Verlag hervorgehe, habe der damalige Sekretär von Joseph Ratzinger den Nachdruck eines Aufsatzes "im Auftrag von Herrn Kardinal Ratzinger" genehmigt.

Der Text sei 1998 in dem Sammelband "1848 - Erbe und Auftrag" erschienen, der von zwei bekannten Rechtsextremisten herausgegeben worden sei.

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Grünen-Politiker: Stellung des Papstes überdenken

Ein Sprecher der Erzdiözese Wien habe dagegen im Februar diesen Jahres noch erklärt, die Herausgeber hätten Ratzinger "offenbar nicht um Erlaubnis gefragt, seinen Artikel wiedergeben zu dürfen", zitierte das Magazin die katholische Nachrichtenagentur Kathpress. Anlass sei die Forderung des Grünen-Nationalratsabgeordneten Karl Öllinger gewesen, die Stellung des Papstes in der Debatte um die Pius-Bruderschaft müsse wegen der Publikation völlig neu bewertet werden.

Sogar FPÖ distanzierte sich

Bereits vor drei Jahren hatte laut "Spiegel" die Monatszeitschrift des Grazer Verlags über Österreich hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Herausgeber Herwig Nachtmann habe damals für den Holocaust-Leugner Walter Lüftl Partei ergriffen. Daraufhin habe sich sogar die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) unter dem inzwischen verstorbenen Jörg Haider von Blatt und Verlag distanziert.

Pannen im Vatikan eingestanden

In der Auseinandersetzung um die Rücknahme der Exkommunikation von vier Piusbrüdern hatte Papst Benedikt XVI. in einem am Donnerstag veröffentlichten persönlichen Brief Pannen im Vatikan zugegeben.

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