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Hamburg: Computerproblem an Beinahe-Unglück schuld?

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Landeanflug im Orkan  

Computerproblem an Beinahe-Unglück schuld?

03.08.2009, 10:24 Uhr | Spiegel Online

Geschüttelt von Sturmböen fliegt das Flugzeug auf die Landebahn zu (Quelle: LiveLeak)Geschüttelt von Sturmböen fliegt das Flugzeug auf die Landebahn zu (Quelle: LiveLeak)

Bei der Untersuchung zum Beinahe-Absturz eines Lufthansa-Airbus am 1. März 2008 in Hamburg gibt es eine überraschende Wende: Die zuständigen Flugunfall-Ermittler prüfen nach Informationen des "Spiegel", welche gefährliche Rolle die Flugcomputer bei dem Anflug während eines Orkans gespielt haben.

Zunächst ging man davon aus, dass allein Windböen oder eine Unachtsamkeit der A320-Piloten die Ursache für das von Hobbyfilmern aufgenommene Aufschlagen der Flügelspitze auf die Landebahn gewesen seien. "Nun stellt sich die Sache komplexer dar", so Johann Reuß, Ermittler bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zum "Spiegel".



Unerwartetes Verhalten bei Anflug

"Wir untersuchen selbstverständlich auch die Rolle, die das Flugzeug selbst gespielt hat." Nach bislang geheimen Ermittlungsergebnissen zeigte der A320 während der Orkanlandung offenbar ein unerwartetes Verhalten. Die wahrscheinlichste Erklärung: Weil ein Reifen der Maschine bereits kurz den Boden berührt hatte, schaltete der Computer von dem Anflugmodus in den Bodenmodus. Letzterer aber erlaubt keinen so starken Einschlag des Querruders, wie ihn die Piloten wegen des extremen Seitenwinds vornehmen mussten. Der Computer griff ein, begrenzte den Einschlag - und die Flügelspitze schrammte urplötzlich die Landebahn.



Pilot rettet Maschine

"Solch ein Verhalten der Maschine stand in keinem Handbuch", kritisiert ein Pilot gegenüber dem "Spiegel" - und es steht auch heute noch nicht drin, weil Airbus sich bis zum Abschluss der Untersuchung bedeckt hält. Dabei hätte die Landung durchaus mit einem schlimmen Unglück enden können. Fast drei Sekunden lang führte der Computer das Kommando. Erst durch das beherzte Eingreifen des Piloten, der das Flugzeug wieder in die Luft zog, konnte die über 200 Stundenkilometer schnelle Maschine eingefangen und vor dem Zerschellen bewahrt werden.



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