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Höhlenforscher nach neun Stunden gerettet

Westerwald  

Höhlenforscher befreit

02.11.2009, 10:49 Uhr | dapd, dpa

Ein Helfer bei der Rettung des eingeschlossenen Höhlenforschers in Breitscheid-Erdbach im Westerwald (Foto: dpa)Ein Helfer bei der Rettung des eingeschlossenen Höhlenforschers in Breitscheid-Erdbach im Westerwald (Foto: dpa)

Gerettet: Neun Stunden nachdem ein Forscher in einer Höhle im Westerwald verschüttet worden war, konnten Bergungsexperten ihn am frühen Morgen befreien. Der 46-Jährige wurde nach seiner Rettung zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht, sagte ein Polizeisprecher.

Ansonsten ginge es ihm sehr gut. Den Rettungskräften aus Bayern und Thüringen sei es zuvor in mühevoller Arbeit gemeinsam mit dem Höhlenforscher gelungen, einen Stein unter dem Eingeklemmten zu lockern. Daraufhin habe er sich aus eigener Kraft aus seiner misslichen Lage befreien können. Insgesamt seien rund 100 Retter im Einsatz gewesen.



Eingeschlossen im Herbstlabyrinth

Der Höhlenforscher war am Sonntagnachmittag von herabgestürzten Gesteinsbrocken in der Schauhöhle in Breitscheid-Erdbach im Westerwald eingeschlossen worden. Zuvor war er gemeinsam mit drei anderen Fachleuten in das sogenannte Herbstlabyrinth herabgestiegen, um eine größere Tropfsteinhöhle zu erkunden. An einer Engstelle sei er gegen einen Stein gekommen und dieser habe einen etwa 100 Kilogramm schweren Steinblock verschoben. Das Tropfsteinhöhlensystem gilt als das größte Hessens.


Infusion gegen Auskühlen

Der Mann war bis zu seiner Rettung an der Hüfte eingeklemmt. Ein Notarzt quittierte ihm eine "außergewöhnliche psychische und körperliche Konstitution". Die Unfallstelle war nur durch 20-minütiges Robben und Kriechen erreichbar war. Bei Temperaturen von neun Grad wurde unter anderem ein Heizlüfter eingesetzt, um eine Unterkühlung des Eingeschlossenen zu vermeiden. Zudem erhielt der Höhlenforscher eine Infusion und bekam warmen Tee. Der 46-Jährige steckte so fest, dass seine Füße und Beine für die Rettungskräfte sichtbar waren und der Oberkörper in einen dunklen Hohlraum zeigte.

Besondere Tropfsteinformationen

Die Unfallstelle war nach Darstellung der Polizei etwa 250 Meter von dem Besucherbereich der Schauhöhle entfernt. Die Schauhöhle, die nur einen kleinen Teil des riesigen Labyrinths ausmacht, wurde erst im Mai der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das "Herbstlabyrinth" gehört zu einem Höhlensystem mit ausgeprägtem Tropfsteinschmuck und vielen großen Einzelhöhlenräumen und langen Gangsystemen. An vielen Stellen haben sich nach Angaben der Betreiber besondere Tropfsteinformationen und Calcitkristalle gebildet.

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