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Bischof Williamson leugnet angeblich weiter den Holocaust

Religion  

Williamson leugnet angeblich weiter den Holocaust

12.02.2010, 20:13 Uhr | dpa , AFP , dapd

Unbelehrbar: Auch jetzt bezeichnet Bischof Williamson einem Bericht zufolge den Holocaust als "Riesenlüge" (Foto: dpa)Unbelehrbar: Auch jetzt bezeichnet Bischof Williamson einem Bericht zufolge den Holocaust als "Riesenlüge" (Foto: dpa) Der zur traditionalistischen katholischen Piusbruderschaft zählende Bischof Richard Williamson leugnet einem "Spiegel"-Bericht zufolge weiter den Holocaust. Aus internen E-Mails der Bruderschaft gehe hervor, dass Williamson "die sechs Millionen Vergasten" für "eine Riesenlüge" halte, berichtete der "Spiegel" am Samstag vorab.

Auf dieser "Tatsache" sei "eine ganz neue Weltordnung aufgebaut worden." Die Juden, seien "dank der KZs Ersatzerlöser geworden", so der Geistliche, der außerdem die Zulassung von Frauen und Mädchen an Universitäten ablehnt und noch 2008 öffentlich warnte, der Vatikan sei unter satanischer Kontrolle.

Williamson: Prozess im April
Stichwort Die Priesterbruderschaft St. Pius X.

Opfer angeblich nur in Sowjetunion verbracht

Williamson behauptet dem Bericht zufolge zudem, dass "1,3 Millionen Deportierte" aus den Lagern Treblinka, Majdanek, Belzec und Sobibór keineswegs vergast, sondern in den von Deutschland besetzten Teil der damaligen Sowjetunion verbracht worden seien.

Prozess im April

Der Brite hatte in einem Priesterseminar der Piusbruderschaft bei Regensburg in einem Interview des schwedischen Fernsehens den Holocaust geleugnet. In dem vor einem Jahr ausgestrahlten Interview sagte er, er denke, dass "200.000 bis 300.000 Juden in den Konzentrationslagern gestorben seien", aber "nicht ein einziger von ihnen in Gaskammern". Deswegen muss es sich im April vor dem Amtsgericht Regensburg verantworten. Williamson hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl wegen Volksverhetzung in Höhe von 12.000 Euro eingelegt.

Vatikan in Schwierigkeiten

Williamsons Aussagen hatten Papst Benedikt XVI. und den Vatikan in eine tiefe Krise gestürzt. Nahezu zeitgleich mit der Ausstrahlung des Monate vorher aufgezeichneten Interviews im Januar hatte der Papst die seit Jahren bestehende Exkommunikation Williamsons und dreier weiterer Pius-Bischöfe aufgehoben.


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