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Loveparade-Katastrophe: Keine Ermittlungen gegen Duisburger OB Sauerland

Keine Ermittlungen gegen OB Sauerland

18.01.2011, 17:25 Uhr | dpa, AFP

Gegen den Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland wird im Fall der Loveparade-Katastrophe nach Informationen aus Justizkreisen nicht ermittelt. Auch gegen den Chef der Veranstalterfirma Lopavent, Rainer Schaller, werde nicht ermittelt.

Allerdings laufen Ermittlungen gegen insgesamt 16 Personen. Darunter seien elf Mitarbeiter der Stadtverwaltung, vier von Lopavent und einer von der Polizei. Wie die Behörde mitteilte, leitete sie ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung gegen sie ein.

Sauerland sagte laut einer Mitteilung, dass städtische Mitarbeiter keine Amtspflichten verletzt hätten. Er werde alles tun, um seine Kollegen in der Stadtverwaltung zu unterstützen.

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Mehr als 2200 Zeugen vernommen

Ein Sprecher der Duisburger Staatsanwaltschaft schloss zugleich Verfahren gegen weitere Beteiligte nicht aus, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. Das derzeitige "Zwischenergebnis" beruht demnach unter anderem auf der Vernehmung von mehr als 2200 Zeugen - Loveparade-Besuchern, Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften sowie Mitarbeitern des Veranstalters, von Sicherheitsdiensten und der Stadtverwaltung. Zudem hätten die knapp 90 beteiligten Ermittler eine Vielzahl von Fotos, hunderte Stunden Videoaufzeichnungen und mehrere Terabyte elektronischer Daten gesichtet.

Diesen intensiven polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen sei es zu verdanken, "dass die nun vorliegenden Erkenntnisse innerhalb eines überschaubaren, sowohl den Opfern und deren Angehörigen als auch den nunmehr Beschuldigten gerecht werdenden Zeitraums gewonnen werden konnten", erklärte der Sprecher. Er betonte, der nun festgestellte Anfangsverdacht bedeute nicht zwingend, dass sich die Beschuldigten auch vor Gericht werden verantworten müssen. "Erst die weiteren Ermittlungen werden zeigen, ob im Einzelfall Anklage zu erheben oder das Verfahren einzustellen ist."

21 Tote, hunderte Verletzte

Bislang hatten sich die Ermittlungen "gegen Unbekannt" gerichtet. Bei einem Gedränge am Rande der Technoparade am 24. Juli 2010 waren 21 Menschen getötet worden. Mehrere hundert wurden verletzt. Am kommenden Montag ist das Unglück genau ein halbes Jahr her.

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