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Güterzug mit Chemikalien in Baden-Württemberg entgleist

Chemie-Güterzug entgleist - Müllheim entgeht knapp einer Katastrophe

23.05.2011, 08:24 Uhr | dapd, dpa

Die badische Kleinstadt Müllheim ist nur knapp einer Katastrophe entgangen. Acht Waggons eines Güterzugs mit explosiven und giftigen Chemikalien waren am Bahnhof aus den Gleisen gesprungen. Vier stürzten nach Polizeiangaben um. Im Zug befanden sich leicht entflammbare und giftige Stoffe. Die Bahnstrecke zwischen Freiburg und Basel bleibt noch bis Samstag gesperrt.

Feuerwehr und Polizei riefen nach dem Unglück Großalarm aus und brachten Hunderte Menschen in Sicherheit. Erst nach Stunden verkündete Feuerwehr-Einsatzleiter Michael Stöcklin: "Wir können von einem großen Glück sprechen." Eine Explosion oder ein Brand hätten verheerende Folgen gehabt.

Der Güterzug war auf der vielbefahrenen Bahnstrecke Karlsruhe-Basel unterwegs, als die Waggons gegen 13 Uhr aus den Gleisen sprangen. Wegen Explosionsgefahr wurden in einem Umkreis von 500 Metern rund um den Bahnhof von Müllheim sicherheitshalber Gebäude evakuiert. 300 Menschen mussten für Stunden Wohnungen, Büros oder Geschäfte verlassen.

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Unglücksursache unklar

Der Lokführer erlitt einen Schock. Die Ursache für das Unglück in dem etwas außerhalb gelegenen Bahnhof des Ortes ist noch unklar. Fest steht nur, dass sich die hinteren acht Waggons von dem Rest des Zuges lösten und aus den Gleisen sprangen. Der aus 25 Waggons bestehende Zug war von Köln ins italienische Gallarate unterwegs. Die Lok kam rund 800 Meter hinter der Unglücksstelle zum Stehen.

Die Bahnstrecke wurde voll gesperrt. "Zwischen Freiburg und Basel läuft nichts mehr", sagte ein Bundespolizeisprecher. Die Strecke ist eine der meistfrequentierten Nord-Süd-Verbindungen der Bahn und eine der bedeutendsten Güterbahnstrecken Europas.

Behinderungen dauern am Wochenende an

Nach Angaben eines Bahnsprechers mussten wegen des Unfalls auf der zweigleisigen Strecke Basel-Freiburg Tausende von Bahnreisenden lange Verspätungen hinnehmen und in Busse umsteigen. Die Bergungsarbeiten seien schwierig, da die Oberleitung und Gleise beschädigt wurden.

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste waren mit rund 120 Kräften im Einsatz. Die Feuerwehr war mit schwerem Atemschutz unterwegs. Der Bahnhof wurde gleich nach dem Unfall zur Sperrzone erklärt und durfte nicht betreten werden.

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