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Binnenschiff havariert auf der Hunte

Binnenschiff havariert auf der Hunte

14.09.2011, 16:25 Uhr | dapd

Binnenschiff havariert auf der Hunte. Das Schiff ist in zwei Teile zerbrochen

Das Schiff ist in zwei Teile zerbrochen

Ein mit Eisenerz beladenes niederländisches Binnenschiff ist auf der Hunte im Landkreis Wesermarsch in Niedersachsen havariert und in zwei Teile auseinandergebrochen. Möglicherweise wegen eines Ruderausfalls war die "Janine" am Dienstagabend mit dem Bug in die Uferbefestigung geraten und hatte sich festgefahren, sagte Rüdiger Oltmanns vom Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen.

Foto-Serie mit 4 Bildern

Durch die starke Strömung schlug das Schiff quer und setzte sich auch mit dem Heck auf der anderen Uferseite fest

Keine Verletzten

Ein Schlepper versuchte noch vergeblich, den Havaristen aus der Böschung zu befreien. Bei ablaufendem Wasser hing das 85 Meter lange Schiff schließlich in der Luft, wie Oltmanns sagte. Dadurch konnte der Frachter die 1100 Tonnen schwere Ladung nicht mehr tragen und brach drei Stunden nach der Havarie auseinander. Der Schiffsführer und seine Familie hatten sich zuvor unverletzt an Land gerettet.

Spezialkräfte versuchten, größere Umweltschäden im Nebenfluss der Weser zu verhindern, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Das Technische Hilfswerk legte vorsorglich Ölsperren aus. Ein Auslaufen von Dieselöl konnte aber verhindert werden.

"Die Bergung ist eine Mammutaufgabe"

Der Havarist soll mithilfe eines Schwimmkrans geborgen werden. Dies werde vermutlich länger als eine Woche in Anspruch nehmen, sagte Oltmanns. "Das ist eine Mammutaufgabe", fügte er hinzu. Zunächst soll die Ladung vom Wasser aus geborgen werden, anschließend die beiden Schiffsteile. Das Huntesperrwerk wurde geschlossen, um Wasserstandsschwankungen wegen der Tide zu verhindern und das Schiff stabil zu halten.

Der Fluss bleibt bis auf Weiteres für die Schifffahrt gesperrt. Binnenschiffer müssen einen Umweg von zwei Tagen über die Mittelweser und den Mittellandkanal in Kauf nehmen, wie Oltmanns sagte. "Es hängt zum Glück aber niemand fest", sagte er. Der niederländische Frachter mit drei Menschen an Bord war auf dem Weg von Oldenburg nach Brake, als er nahe der Wesermündung havarierte. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

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