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Nordsee: Sauna auf Fähre löst Brand aus

Sauna auf Nordseefähre löst Brand aus

20.10.2011, 09:03 Uhr | dpa

Nordsee: Sauna auf Fähre löst Brand aus. Die Nordseefähre "Hafnia Seaways" in Cuxhaven. Das Schiff fährt regelmäßig die Route von England nach Deutschland (Quelle: dpa)

Die Nordseefähre "Hafnia Seaways" in Cuxhaven. Das Schiff fährt regelmäßig die Route von England nach Deutschland (Quelle: dpa)

Ein Feuer in der Sauna hat die britische Nordseefähre "Hafnia Seaways" auf der Fahrt von England nach Deutschland nördlich der ostfriesischen Insel Spiekeroog in Seenot gebracht. Trotz erheblicher Rauchentwicklung auch auf der Brücke des 187 Meter langen Schiffs wurde jedoch niemand verletzt. Der Brand konnte noch am Mittwochabend schnell gelöscht werden, das Schiff ist inzwischen aus eigener Kraft in Cuxhaven angekommen.

Alle Glutnester seien gelöscht worden, die Feuerwehr sei nicht mehr an Bord, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr am frühen Donnerstagmorgen. Vier Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder wurden ins Krankenhaus gebracht, weil sie Rauchgas eingeatmet hatten. Insgesamt waren sieben Passagiere und eine 20-köpfige Besatzung an Bord der Frachtfähre.

Dank des schnellen Einsatzes der Schiffscrew aus Schweden, Estland, Lettland und Litauen konnte das Feuer innerhalb weniger Stunden gelöscht werden. Die Seeleute seien von sechs alarmierten Feuerwehrmännern aus Brunsbüttel unterstützt worden. Die Mitglieder der dortigen Brandbekämpfungseinheit waren zuvor von einem Marine-Hubschrauber auf das Schiff abgeseilt worden.

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Drei Schiffe kamen zur Hilfe

Da das Ausmaß des Feuers zunächst unklar war, machten sich unmittelbar nach der Alarmierung mehrere deutsche Schiffe auf den Weg zum Unglücksort - darunter der deutsche Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede", der Notschlepper "Nordic" und das Fischereischutzschiff "Seefalke". Insgesamt waren etwa 60 Helfer im Einsatz. Zusätzlich war eine Feuerwehreinheit an Bord des Mehrzweckschiffes "Mellum" von Wilhelmshaven aus sofort in See gestochen.

Die "Hafnia Seaways" wird für Frachttransporte eingesetzt und war auf dem Weg von der englischen Hafenstadt Immingham nach Cuxhaven. Was das Schiff geladen hatte, konnte noch nicht abschließend ermittelt werden. Eine Gefahr für die Umwelt habe aber zu keiner Zeit bestanden, so das Havariekommando. Es sei weder Kraftstoff noch Öl in die Nordsee ausgelaufen.

Normales Wetter

Unter anderem hatte das Schiff sieben Lastwagen mit Fahrern aus Polen und Großbritannien an Bord. Die genaue Ursache des Brandes sei ebenfalls noch unklar, auch zur Höhe des Schadens seien noch keine Angaben möglich. "Hier ermittelt ab sofort die Wasserschutzpolizei", erklärte die Sprecherin des Havariekommandos.

Zum Zeitpunkt des Unglücks habe es auf der Nordsee etwa zwei Meter hohe Wellen und Nordwestwind mit einer Stärke von sechs bis sieben gegeben. "Für diese Jahreszeit nichts ungewöhnliches", sagte sie weiter. Nach Angaben des Havariekommandos ist es "absolut üblich", dass Autofähren wie die "Hafnia Seaways" bisweilen auch nur als normale Transportschiffe fungieren.

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