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Religion: Katholischer Pfarrer verbietet Yoga-Kurse

Katholischer Pfarrer verbietet Yoga-Kurse

26.09.2012, 14:22 Uhr | dpa

Ein katholischer Pfarrer im britischen Southampton hat Yoga-Kurse in seiner Kirchengemeinde verboten - weil Yoga nicht christlichen, sondern hinduistischen Ursprungs sei. Die Kurse seien als "spirituelles Yoga" angepriesen worden und deshalb in einer katholischen Einrichtung nicht passend, erklärte Pfarrer John Chandler.

Die Leiter der Yoga-Kurse in Southampton zeigte sich entsetzt. "Ich habe niemals irgendwo gehört, dass Religion beim Yoga irgendein Thema gewesen wäre", sagte Cori Withell.

Katholische Kirche schottet sich ab

Doch der Pfarrer stellt sich stur: "Auf der einen Seite sagen wir unseren Gläubigen: 'Seid stark in Eurem Glauben'", erklärte der Pfarrer. Auf der anderen Seite gebe es aber Angebote in der Kirche, die anderen Religionen entsprängen. Das passe nicht zusammen. "Aber wir sagen nicht, dass Yoga schlecht oder falsch ist", ergänzte er.

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Ein Sprecher der Diözese in Portsmouth bekannte, es gebe "ein Problem mit Yoga". Es sei nicht möglich, katholische Einrichtungen für Aktivitäten anderer Religionen zu nutzen und Yoga könne als hinduistische Meditation oder Entspannung gesehen werden. Die Entscheidung sei aber jedem Gemeindepriester selbst überlassen, eine einheitliche Linie gebe es nicht.

Christen sollen Zeugnis ablegen, "nicht palavern"

Doch nicht nur in Großbritannien meinen Kirchenmänner, ihren Schäfchen sagen zu müssen, welches der rechte Weg ist: In Berlin hat Kardinal Rainer Maria Woelki die Katholiken in Deutschland zu mehr Mut und Selbstbewusstsein aufgerufen. Kurz vor dem großen "Jahr des Glaubens" sei viel "Weltangepasstheit, Kleingläubigkeit und Mutlosigkeit, Klage und Müdigkeit" zu spüren, sagte Woelkibei der Herbstversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda.

In dem "Jahr des Glaubens", das Papst Benedikt XVI. am 11. Oktober ausruft, "geht es nicht ums Palavern, geht es nicht um Marathon-Dialoge, nicht um letztbegründete Glaubensphilosophien", betonte der Erzbischof. "Nein, das Jahr des Glaubens ist eine Chance für uns, eine Chance mit unserem Leben, mit unseren Taten, mit unserem Wort Zeugnis zu geben für Christus, für die Liebe Gottes."

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