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Magen-Darm-Grippewelle ebbt langsam ab

Höhepunkt der Magen-Darm-Grippewelle ist wohl überschritten

30.09.2012, 19:24 Uhr | dapd

Magen-Darm-Grippewelle ebbt langsam ab. Die Ursache für die rätselhaften Durchfallerkrankungen ist weiter unbekannt - die Suche läuft auf Hochtouren. (Quelle: dapd)

Die Ursache für die rätselhaften Durchfallerkrankungen ist weiter unbekannt - die Suche läuft auf Hochtouren. (Quelle: dapd)

Der Höhepunkt der massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen im Osten Deutschlands scheint abzuebben. "Die Krankheitswelle ist nicht mehr so akut", sagte ein Sprecher des thüringischen Gesundheitsministeriums. Am Wochenende seien lediglich 123 neue Fälle bekannt geworden.

Aus Berlin und Brandenburg wurden gar keine neuen Fälle gemeldet.

Behörden suchen mit Hochdruck nach dem Auslöser

Die Ursache der Krankheitswelle ist derweil weiter unklar. Die Behörden suchten unter Hochdruck nach dem Auslöser, sagte ein Sprecher des Bundesverbraucherschutzministeriums.

Seit Dienstag waren in weiten Teilen Ostdeutschlands knapp 8.400 vor allem Kinder und Jugendliche an Magen-Darm-Beschwerden erkrankt. In Sachsen und Thüringen wurde inzwischen bei mehr als 20 Kindern eine Infektion mit dem Norovirus nachgewiesen.

"Ob sie allerdings im Zusammenhang mit der aktuellen Häufung der Magen-Darm-Erkrankungen stehen oder allein der risikohafteren Jahreszeit geschuldet sind, ist unklar", sagte der Sprecher des thüringischen Gesundheitsministeriums.

Bisher keine Sekundärinfektionen

Eine Sprecherin der Berliner Gesundheitsverwaltung sagte, es müsse ermittelt werden, ob es sich bei den Fällen um virale oder bakterielle Erkrankungen handele. "Da der Norovirus ein hoch ansteckender Virus ist, wäre eine hohe Anzahl von Sekundärinfektionen zu erwarten gewesen". Das sei jedoch bisher nicht beobachtet worden, sagte die Sprecherin weiter.

Dem Bundesverbraucherschutzministerium zufolge nehmen die Behörden vor allem Lebensmittelproben und Speisekarten unter die Lupe. Zudem würden die Mitarbeiter der betroffenen 342 Einrichtungen in fünf Bundesländern befragt.

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