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Die Welt gratuliert Papst Franziskus

Die Welt gratuliert Papst Franziskus

14.03.2013, 10:23 Uhr | AFP , dpa

Die Welt gratuliert Papst Franziskus. Den neu gewählten Pontifex erreichen Glückwünsche aus aller Welt (Quelle: AFP)

Den neu gewählten Pontifex erreichen Glückwünsche aus aller Welt (Quelle: AFP)

Nach der Wahl des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio zum Papst sind weltweit Glückwünsche und Erwartungen geäußert worden. US-Präsident Barack Obama zeigte sich erfreut, dass mit Franziskus das Oberhaupt der Katholiken erstmals aus Amerika kommt. Kirchenkritiker forderten den 76-jährigen Jesuiten, der am Mittwochabend im Konklave gewählt worden war, zu Reformen auf. Aus Venezuela kam "himmlischer Beistand".

Die Wahl von Papst Franziskus sei ein "historischer Tag", erklärte Obama in Washington. Die Entscheidung zeuge von der "Stärke und Vitalität einer Region, die unsere Welt immer mehr beeinflusst".

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon setzt auf die Fortführung der Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und dem Vatikan "unter der weisen Führung" von Papst Franziskus.

Der Jüdische Weltkongress in New York hofft, die "engen Beziehungen weiterzuführen". "Papst Franziskus ist für uns kein Fremder", erklärte Ronald S. Lauder, der Präsident der Organisation. "Er hatte immer ein offenes Ohr für unsere Sorgen."

Glückwünsche aus Deutschland

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, die Hoffnungen von "Millionen von Gläubigen in Deutschland und in der ganzen Welt richteten sich jetzt auf den neuen Papst." Bundespräsident Joachim Gauck erklärte mit Blick auf den Namenspatron Franz von Assisi, der Papst sei vor allem wegen seiner "Hinwendung zu den Armen und Schwachen" ein Vorbild.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, nannte den neuen Papst ein "großes Hoffnungszeichen für die Kirche". "Ich erhoffe mir von einem Papst, der nicht aus der Zentrale kommt, eine neue Aufgabenverteilung zwischen Rom und den Ortskirchen", sagte Glück der "Passauer Neuen Presse". Die Kardinäle setzten mit der Wahl des Argentiniers "bewusst einen neuen Akzent".

Chávez, der Papstmacher?

Eine kuriose Reaktion kommt aus Venezuela: Interims-Präsident Nicolás Maduro ist sich sicher, dass der vor über einer Woche gestorbene venezolanische Staatschef Hugo Chávez bei der Papst-Wahl seine Hände im Spiel hatte.

"Wir wissen, dass unser Kommandant (Chávez) in diese Höhen aufgestiegen ist und Christus gegenübersteht. Er muss einen Einfluss auf die Wahl eines südamerikanischen Papstes gehabt haben", sagte Maduro.

Jubel in Argentinien und Brasilien

In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires wurde die Wahl des Landsmannes mit Jubel aufgenommen. Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner wünschte Franziskus eine "fruchtbare" Amtszeit.

Brasiliens Bischöfe reagierten mit großer Freude auf die Wahl Bergoglios. "Wir erwarten ihn mit viele Liebe und Warmherzigkeit zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro", sagte der Generalsekretär der brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB), Leonardo Steiner.

Der neue Papst komme aus der Kirche Lateinamerikas, die stets Zeugnis für Jesus Christus abgegeben und die Türen für die Armen offen gehalten habe. Die Wahl des Argentiniers belebe die Kirche in ihrer Mission.

Missbrauchsopfer erwarten Reformen

Opfer von sexuellem Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche riefen Franziskus zu Reformen und zum entschlossenen Kampf gegen Missbrauch durch Priester auf. Vor allem in Lateinamerika gebe es noch viel Aufklärungsbedarf, erklärte die amerikanische Selbsthilfegruppe für Missbrauchsopfer SNAP.

Die Laienorganisation "Wir sind Kirche" forderte umfassende Reformen im Vatikan sowie in der gesamten katholischen Kirche, darunter die Gleichstellung von Männern und Frauen. Nur so könne der Einsatz für Menschenrechte und Gerechtigkeit in der Welt glaubwürdig sein.

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