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Keine Pause für Mittleren Westen

Erneut wüten Tornados in den USA

05.06.2013, 15:46 Uhr | dpa, AFP, rtr, wetter.info

Keine Pause für Mittleren Westen. In Oklahoma und Nachbarstaaten tobten erneut mehrere Tornados - hier schlägt ein Blitz in der Nähe eines Sturmjägers ein (Quelle: Reuters)

In Oklahoma und Nachbarstaaten tobten erneut mehrere Tornados - hier schlägt ein Blitz in der Nähe eines Sturmjägers ein (Quelle: Reuters)

Wirbelstürme und Hochwasser haben dem Mittleren Westen der USA erneut Tod und Verwüstung gebracht. In den Bundesstaaten Oklahoma und Missouri kamen dabei am Wochenende mindestens zwölf Menschen ums Leben.

Knapp zwei Wochen nach der Tornado-Katastrophe in Oklahoma starben bei Oklahoma City in der Nacht zum Samstag mindestens neun Menschen, teilte die staatliche Gerichtsmedizin mit.

Ausgerechnet die verwüstete Kleinstadt Moore, wo es gerade 24 Tote gegeben hatte, wurde erneut Opfer eines starken Unwetters. "Es gibt einfach keine Pause", sagte Stadtsprecherin Kristy Yager dem Sender CNN.

Unter den Todesopfern seien mehrere Autofahrer, deren Wagen vom Sturm erfasst worden seien, darunter auch eine Mutter mit ihrem Kind, hieß es von der Polizei.

Drei Tote bei Überschwemmungen in Missouri

Im Bundesstaat Missouri ertranken bei Hochwasser nach Angaben von Gouverneur Jay Nixon drei Menschen. Unter den Toten sei ein junger Mann, der in die Kanalisation gerissen wurde.

Nixon sprach von einer "gefährlichen Lage". Zahlreiche Flüsse seien wegen der enormen Wassermengen über die Ufer getreten, daher sei Wachsamkeit angezeigt.

Im Bundesstaat Iowa erklärte Gouverneur Terry Branstad mehrere Bezirke zu Katastrophengebieten. Er forderte die Einwohner auf, auf den Wetterbericht zu achten, um sich notfalls in Sicherheit bringen zu können. In Illinois beschädigte ein Wirbelsturm rund fünfzig Häuser, Dächer wurden abgedeckt und Häuser von ihrem Sockel gehoben.

Karussell von Tornados

Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes tobten mindestens 17 Tornados im Mittleren Westen der USA. Dabei prasselten teils sehr große Hagelkörner nieder. Mindestens 70 Menschen wurden verletzt, berichteten Medien. Laut den Behörden könnte es angesichts von Überschwemmungen einige Tage dauern, bis genaue Zahlen vorliegen.

Insgesamt waren am Samstag zeitweise 210.000 Haushalte in den Bundesstaaten Oklahoma, Missouri, Arkansas, Illinois, Indiana und Kansas ohne Strom.

Die zumeist dünn besiedelte Region ist als "Tornado Alley" (Tornadoallee) bekannt, weil dort jedes Jahr im Schnitt 1200 Wirbelstürme gezählt werden. Am Samstag begann zudem offiziell die Hurrikan-Saison.

Vom Nachrichtensender CNN ausgestrahlte Videoaufnahmen sogenannter Sturmjäger zeigen, wie sich beim Ort El Reno westlich von Oklahoma City ein regelrechtes Karussell von Tornados auf den Boden senkte.

Flughafen evakuiert

Der Flughafen der Stadt wurde aus Sicherheitsgründen evakuiert, sämtliche Flüge gestrichen. Die Fluggäste seien im Keller untergebracht worden, hieß es vom Airport auf Twitter. Gegen 3.30 Uhr Ortszeit (10 Uhr MESZ) konnte der Flughafenbetrieb wieder aufgenommen werden.

Nach den Stürmen kämpften die Menschen in Oklahoma auch mit Überflutungen, die von heftigen Regenfällen ausgelöst wurden. In Oklahoma City standen etliche Straßen unter Wasser. Viele Menschen saßen in ihren Autos im Feierabendverkehr fest.

Die Polizei meldete zahlreiche Autounfälle auf den Highways als Folge der Sturzfluten. Die Gouverneurin von Oklahoma, Mary Fallin, rief unter anderem die Nationalgarde und die Verkehrspolizei auf, die Staus aufzulösen und die Menschen in Sicherheit zu bringen.

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