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Quallen haben einen der größten Atomreaktoren der Welt lahmgelegt

Kurioser AKW-Zwischenfall  

Quallen legen schwedischen Reaktor lahm

01.10.2013, 18:30 Uhr | AP

Ein riesiger Quallenschwarm hat in Schweden einen der größten Atomreaktoren der Welt lahmgelegt. Die Quallen verstopften die Rohre, die Kühlwasser in die Turbinen der Anlage leiten. Danach sah sich der Betreiber OKG dazu gezwungen, Reaktor Nummer drei in der Anlage Oskarshamn im Südosten des Landes abzustellen.

Bereits zum zweiten Mal sorgten Quallen in Oskarshamn für Probleme. 2005 musste ein anderer Reaktor abgestellt werden, weil einige der Tiere eingedrungen waren.

Der aktuelle Zwischenfall sorgte für einen mindestens zweitägigen Betriebsstopp. Nach einer gründlichen Reinigung der Rohre, soll der Reaktor wieder hochgefahren werden.

Gleiche Technik wie in Fukushima

Es handelte sich um den mit einer Leistung von 1400 Megawatt größten Siedewasserreaktor der Welt, wie OKG-Sprecher Anders Osterberg sagte. Er basiert auf der gleichen Technik, die auch beim havarierten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi in Japan verwendet wurde.

Dort war im März 2011 ein Tsunami über die Schutzmauern gefegt und hatte die Anlage unter Wasser gesetzt, wodurch es schließlich zu einer Kernschmelze kam.

Viele Atomkraftwerke sind am Wasser gebaut, weil die Reaktoren konstant gekühlt werden müssen. Dabei kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit Meerestieren. Vergangenes Jahr musste ein Reaktor im Diablo Canyon im US-Bundesstaat Kalifornien abgestellt werden, nachdem quallenähnliche Manteltiere namens Salpidae die Kühlrohre verstopft hatten.

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