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Schiffe auf Nord-Ostsee-Kanal zusammengestoßen

Vollsperrung nach Unglück  

Schiffe auf Nord-Ostsee-Kanal zusammengestoßen

28.10.2013, 20:29 Uhr | dpa

. Das 100 Meter lange Schiff "Siderfly" (re.) liegt mit Schlagseite an einer Böschung des Nord-Ostsee-Kanals. (Quelle: dpa)

Das 100 Meter lange Schiff "Siderfly" (re.) liegt mit Schlagseite an einer Böschung des Nord-Ostsee-Kanals. (Quelle: dpa)

Auf dem Nord-Ostsee-Kanal sind bei Brunsbüttel zwei Düngemittel-Frachter zusammengestoßen. Bei der Kollision wurde die 100 Meter lange "Siderfly" schwer beschädigt und schlug auf der Seite leck. Das Schiff liege mit 24 Grad Schlagseite an der Böschung, sagte Ulrike Windhövel vom Havariekommando in Cuxhaven. Es habe zwei drei bis fünf Meter große Löcher im Rumpf.

Der Nord-Ostsee-Kanal wurde nach der Kollision voll gesperrt. "Ein Ende der Sperrung ist bislang nicht absehbar", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt. Zur Unglücksursache gab es zunächst keine Erkenntnisse.

Die "Siderfly" war gegen 3 Uhr mit der 116 Meter langen "Coral Ivory" unterhalb der Brunsbütteler Hochbrücke zusammengestoßen. Dabei wurde die "Siderfly" so stark beschädigt, dass sie zu sinken drohte. Das Schiff wurde mit an Land ausgebrachten Ankern stabilisiert. An Bord der beiden Schiffe waren zum Unfallzeitpunkt insgesamt 28 Besatzungsmitglieder.

Leck im Bereich der Laderäume

Die unter der Flagge von St. Vincent und den Grenadinen fahrende "Siderfly" war auf dem Weg von Brunsbüttel nach Antwerpen. Sie hatte Harnstoff geladen - weiße, ungiftige Kristalle, die wegen ihres hohen Stickstoffgehaltes weltweit als Düngemittel genutzt werden. Ein Leck lag im Bereich ihrer Laderäume.

Der unter der Flagge der Niederlande fahrende Gastanker "Coral Ivory" wollte 4030 Tonnen Ammoniak nach Finnland bringen. Seine Laderäume blieben bei der Kollision unbeschädigt. Er machte in Brunsbüttel fest. Nach der Havarie sei Dieselöl, jedoch kein Schweröl ausgetreten, sagte Windhövel.

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