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239 Menschen an Bord: Flugzeug im Golf von Vietnam abgestürzt

Auf dem Weg nach Peking  

Flugzeug mit 239 Menschen an Bord abgestürzt

08.03.2014, 14:14 Uhr | AP, rtr, dpa

239 Menschen an Bord: Flugzeug im Golf von Vietnam abgestürzt. Ein Flugzeug der Malaysian Airlines ist zwischen Kuala Lumpur und Peking abgestürzt (Quelle: AP/dpa/Archiv)

Ein Flugzeug der Malaysian Airlines ist zwischen Kuala Lumpur und Peking abgestürzt (Quelle: Archiv/AP/dpa)

Im Luftraum von Vietnam ist ein Flugzeug von Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord abgestürzt. Ein Sprecher der nationalen vietnamesischen Rettungskräfte bestätigte entsprechende Meldungen. Die Maschine war auf dem Weg von Kuala Lumpur in Malaysia nach Peking. An Bord waren nach Angaben der Airline zwölf Besatzungsmitglieder und 227 Passagiere aus insgesamt 14 Ländern.

153 Passagiere stammten aus China. Aus Europa stammten nach diesen Angaben fünf Insassen: drei aus Frankreich, einer aus den Niederlanden und einer aus Österreich. Deutsche waren offenbar nicht an Bord.

Sowohl malaysische als auch vietnamesische Such- und Rettungstrupps machten sich nach Angaben der vietnamesischen Marine auf den Weg zur vermuteten Unglücksstelle. Die vietnamesische Marine alarmierte nach Medienberichten Fischer in der Region, um bei der Ortung des Wracks zu helfen. Laut dem stellvertretenden vietnamesischen Verkehrsminister Pham Quy Tieu wurden vor der vietnamesischen Küste kilometerlange Ölspuren entdeckt. Die Spuren seien zehn und 15 Kilometer lang und könnten von dem vermissten Flugzeug stammen, teilte die Regierung in Hanoi mit.

Suche unterbrochen

Die Suche habe allerdings wegen Dunkelheit abgebrochen werden müssen. "Die Suchaktion im Meer wird mit Anbruch des Tageslichts fortgesetzt", teilte die Fluggesellschaft mit.

Den Kontakt zur Flugaufsicht hatte die Maschine offenbar eine Minute vor Erreichen des vietnamesischen Luftraums verloren. Das sagte der Chef der Nationalen Rettungskräfte, Generalleutnant Pham Hoai Giang. Das Flugzeug soll sich zu dem Zeitpunkt vor der Insel Tho Chu südwestlich von Ho Chi Min-Stadt befunden haben, hieß es.

Die Absturzursache ist noch völlig unklar. "In der Region, in der die Maschine verschwand, wurde zu dem Zeitpunkt keine ungewöhnliche Wetterlage gemeldet", sagte Tieu. Einen Notruf habe es nicht gegeben.

Pilot war sehr erfahren

Der Pilot sei seit 1981 für die Gesellschaft geflogen und mit fast 20.000 Flugstunden höchst erfahren, sagte der Chef von Malaysia Airlines, Ahmad Jauhari Yahya in Kuala Lumpur. "Wir bedauern es zutiefst, dass wir den Kontakt zu Flug MH370 verloren haben." Mitarbeiter seien dabei, die Angehörigen zu kontaktieren.

Die Boeing 777-200 war am Samstag auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking, als sie rund zwei Stunden nach dem Start von den Radarschirmen verschwand, berichtete die Fluggesellschaft. Sie war um 0.41 Uhr Ortszeit (17.41 MEZ) gestartet.

Malaysia Airlines ist die nationale Fluggesellschaft. Sie gilt als zuverlässige Airline. Das von einem früheren amerikanischen Flugsicherheitsanalysten gegründete Portal AirSafe.com führt seit 1970 nur zwei tödliche Zwischenfälle auf: 1977 seien 100 Menschen ums Leben gekommen, als eine entführte Maschine in der Nähe von Johor an der Grenze zu Singapur explodierte. 1995 sei eine Maschine bei der Landung in Tawau verunglückt. 34 der 53 Insassen kamen um. Bei einer missglückten Landung einer Maschine der Malaysia-Airlines-Tochter MASWings kamen im Oktober auf Borneo zwei Menschen um.

Malaysia Airlines fliegt mit Boeing und Airbus-Maschinen nach eigenen Angaben täglich 37.000 Passagiere zu 80 Zielen im In- und Ausland.

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