Ein Verkehrsunfall in München ohne Verletzte und mit nur geringem Blechschaden hat ein tragisches Ende genommen. Ein 59-Jähriger, der mit seinem Auto auf das Heck seines Vordermanns aufgefahren war, regte sich so auf, dass er völlig die Fassung verlor und verstarb. Wie die "Welt" berichtet, griff er sowohl seine Frau als auch alarmierte Polizisten an und erlitt dann offenbar einen Anfall.
Der Mann soll seine Frau beiseite geschubst und einem Beamten die Autotür ans Bein geknallt haben. Dann versuchte er sogar, ihn zu würgen. Die Polizisten mussten sich zur Wehr setzen und brachten den Wüterich zu Boden. Als er dann zu zucken begann, lösten sie die angelegten Handschellen und leisteten sofort Erste Hilfe.
Erhebliche Vorerkrankungen
Doch weder die Polizisten noch ein zufällig anwesender Arzt oder der Notarzt hatten Erfolg mit ihren Wiederbelebungsmaßnahmen. Eine Obduktion ergab erhebliche Vorerkrankungen an Herz und Lunge, dem vorläufigen Ergebnis zufolge ist auch offiziell von einem natürlichen Tod auszugehen.
"Die jungen Kollegen sind völlig am Ende", sagte Polizeisprecher Wolfgang Wenger zur "Welt" und betonte: "Niemand war auf ihm drauf". Zeugen bestätigten, dass die Polizisten keine übertriebene Härte angewandt hätten, als der Mann äußerst aggressiv und cholerisch ausflippte. Auch die wie die Beamten psychologisch betreute Witwe machte der Polizei keine Vorwürfe.