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Ebola-Virus in Afrika: Epidemie in Guinea fordert dutzende Tote

Horrorvirus ist zurück  

Dutzende Tote bei Ebola-Ausbruch in Guinea

23.03.2014, 16:33 Uhr | dpa

Ebola-Virus in Afrika: Epidemie in Guinea fordert dutzende Tote. Ein mikroskopisches Bild des Ebola-Virus (Quelle: dpa)

Ein mikroskopisches Bild des Ebola-Virus (Quelle: dpa)

Bei einer Ebola-Epidemie im westafrikanischen Guinea sind bislang etwa 60 Menschen ums Leben gekommen. Ebola ist eine der gefährlichsten Krankheiten. Der Erreger ist hochansteckend und meistens tödlich. Das Gesundheitsministerium habe fast 100 Infizierte registriert, berichtete Radio France Internationale.

Erstmals ist das Ebola-Virus nach Behördenangaben im vergangenen Monat im Süden des Landes festgestellt worden. Besonders betroffen sind die Präfekturen Macenta und Guéckédou an der Grenze zu Sierra Leone. Verschiedene Medien berichteten von Anzeichen, dass der Erreger bereits auf das Nachbarland übergegriffen haben könnte.

Drei der zwölf Proben, die zur Untersuchung nach Frankreich gesandt worden waren, seien als Ebola bestätigt worden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums dem Sender. Nach Angaben der Behörden habe der Ausbruch ein epidemisches Ausmaß angenommen.

Ärzte Ohne Grenzen startet Notfalleinsatz

Die Hilfsorganisation Ärzte Ohne Grenzen (MSF) startete einen Notfalleinsatz in der südlichen Region. "Wir richten eine Isolationsstation in Guéckédou ein", sagte die MSF-Ärztin Esther Sterk dem Sender VOA. Eine weitere Isolierstation werde in der Stadt Macenta aufgebaut. Mehr als 30 Tonnen von Medikamenten seien auf dem Weg nach Guinea. Auch Experten der Weltgesundheitsorganisation reisten in das Gebiet.

Keine Impfung oder Therapie

Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Es existiert weder eine vorbeugende Impfung noch eine Therapie.

Die Krankheit war erstmals 1976 im damaligen Zaire, dem heutigen Kongo, am Fluss Ebola aufgetaucht. Das Virus taucht immer wieder in entlegenen Dörfern Afrikas in der Nähe von Regenwäldern auf, zuletzt 2012 in Uganda.

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