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Ebola-Virus: Weder Impfung noch Heilmittel existent

Todesvirus  

Darum ist das Ebola-Fieber so gefährlich

04.07.2014, 10:44 Uhr | AFP, dpa, Reuters

Ebola-Virus: Weder Impfung noch Heilmittel existent. Das Ebola-Fieber gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt.  (Quelle: Reuters)

Das Ebola-Fieber gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. (Quelle: Reuters)

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Der Kampf gegen die Krankheit gestaltet sich schwierig, denn bisher sind weder Impfung noch Heilmittel vorhanden. Eine Ausbreitung in weitere Länder ist ein gefürchtetes Szenario.

Bei Menschen kann das Ebola-Virus ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber hervorrufen, eine infektiöse Fiebererkrankung, die mit inneren Blutungen einhergeht. Zudem leiden Infizierte an Austrocknung. In 25 bis 90 Prozent der Fälle verläuft die Seuche laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) tödlich, die Sterblichkeit ist dabei abhängig vom Erregerstrang. Ungefähr zehn Tage nach der Ansteckung mit dem Virus treten die ersten Symptome auf. In der sogenannten Inkubationszeit verteilen sich die Viren durch den Blutkreislauf im Körper. Bis heute gibt es keine Impfung oder Therapie gegen das Virus. Dabei ist oft keineswegs klar, womit man es wirklich zu tun hat: Ob nämlich tatsächlich das Ebola-Virus der Auslöser der Krankheitserscheinungen ist, kann nur im Labor festgestellt werden.

Gleiche Symptome wie bei einer schweren Grippe

"Die Erkrankung beginnt mit grippeähnlichen Symptomen, weshalb man sie zu Beginn nicht von anderen Erkrankungen unterscheiden kann", so Stephan Günther, Virologe des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin. "Dann kommen Durchfall und Erbrechen hinzu, auch diese Symptome sind nicht unterscheidbar von anderen Erkrankungen. Erst in der späten Phase kommt es zum Organversagen, zu inneren Blutungen und zu Hirnödemen, an denen die Menschen sterben."

Strikte Hygiene ist der einzige Schutz

Das Ebola-Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Der Verzehr von Wildtieren kann ebenfalls zu einer Ansteckung mit Ebola führen. Strikte Hygiene-Vorgaben, Desinfektionen und die Isolierung von Kranken sind derzeit die einigen Schutzmaßnahmen.

Virus nach einem Fluss benannt

Benannt wurde das Virus nach einem Fluss in der Demokratischen Republik Kongo, wo es 1976 entdeckt wurde. Seitdem gab es laut WHO rund 15 Epidemien in Afrika mit insgesamt mehr als 1.300 Toten. Beim Ausbruch einer großen Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo waren im November 2012 nach Regierungsangaben 62 Menschen infiziert worden, 34 von ihnen starben.

 

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