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Air-Algérie-Absturz in Mali: Flugschreiber der Maschine entdeckt

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Abschuss von Flug AH5017 ausgeschlossen  

Flugschreiber der Maschine in malischer Wüste entdeckt

25.07.2014, 14:58 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

Air-Algérie-Absturz in Mali: Flugschreiber der Maschine entdeckt. Ein Flieger des Typs Mc Donnell Douglas MD-83 der spanischen Fluggesellschaft Swiftair ist über Mali abgestürzt. (Quelle: dpa)

Ein Flieger des Typs Mc Donnell Douglas MD-83 der spanischen Fluggesellschaft Swiftair ist über Mali abgestürzt. (Quelle: dpa)

Der Absturz der Air-Algérie-Passagiermaschine im Norden Malis sind alle 116 Menschen an Bord ums Leben gekommen, darunter 51 Franzosen. Das bestätigte die spanische Fluggesellschaft Swiftair unter Bezugnahme auf die Suchtrupps am Absturzort. Französische Einsatzkräfte haben nun auch einen Flugschreiber der McDonnell Douglas vom Typ MD-83 geborgen. Die Blackbox soll in die malische Stadt Gao gebracht werden, damit sie möglichst schnell ausgewertet werden könne.

Das sagte Frankreichs Staatschef François Hollande. Rund 100 Soldaten waren zuvor an der Absturzstelle eingetroffen. Es gebe "keine Überlebenden", sagte Hollande bei einer Ansprache. Den Angehörigen der Opfer sprach er sein Beileid aus.

Bei den vier Deutschen, die ums Leben gekommen sind, handelt es sich um eine Familie. Das sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts.

Das in dem westafrikanischen Krisenland stationierte französische Militär hatte das Wrack der Maschine in einem Wüstengebiet zwischen Gao und Kidal entdeckt. Am Freitagmorgen erreichten in Gao gestartete französische Soldaten auf dem Landweg den Unglücksort, sicherten ihn ab und sammelten erste Informationen zur Unglücksursache, wie Hollande sagte.

Wetterbedingungen vermutlich die Ursache

Warum Flug AH5017 am frühen Donnerstagmorgen auf dem Weg von Ouagadougou (Burkina Faso) nach Algier nach runf 50 Minuten Flugzeit vom Radar verschwand und der Funkkontakt abriss, ist noch unklar. Ein Abschuss durch eine Rakete oder einen Bombenanschlag wird von Sicherheitsexperten allerdings ausgeschlossen. Es gibt Hinweise, dass der Pilot eine Schlechtwetterfront umfliegen wollte.

Die französische Regierung geht demnach nicht von einem Anschlag aus. "Wir denken, dass dieses Flugzeug aus Gründen abgestürzt ist, die etwas mit den Wetterbedingungen zu tun hatten", sagte Innenminister Bernard Cazeneuve. Man nehme nicht an, dass die Maschine bereits in der Luft zerstört wurde. Bis zum Abschluss der Ermittlungen könne allerdings keine Unglücksursache ausgeschlossen werden, betonte Cazeneuve.

Hollande sagte, seinen Informationen nach habe die Besatzung wegen "besonders schwieriger Wetterverhältnisse" die Route verändert.

Laut Swiftair waren 51 Franzosen, 24 Bürger Burkina Fasos, acht Libanesen, sechs Algerier, fünf Kanadier, vier Deutsche, zwei Luxemburger sowie jeweils ein Fluggast aus Mali, Belgien, dem Niger, Kamerun, Ägypten, der Ukraine, Rumänien und der Schweiz an Bord. Einige Identitäten sind noch unklar. Insgesamt waren den Angaben nach 110 Passagiere an Bord. Die sechs Besatzungsmitglieder stammten aus Spanien.

Frankreich um Aufklärung bemüht

Die Regierung in Paris hatte zur Suche des Wracks zwei im Tschad stationierte Militärjets vom Typ Mirage 2000 geschickt. Frankreich unterhält in dem zentralafrikanischen Tschad eine Militärbasis, ist aber auch in Mali seit eineinhalb Jahren federführend an einem Anti-Terror-Einsatz gegen aufständische Islamisten beteiligt.

Diese hatten gemeinsamen mit Tuareg-Rebellen den nördlichen Teil Malis besetzt und das eroberte Gebiet für unabhängig erklärt. Französische und afrikanische Truppen konnten die Rebellen aus der Region zwar weitgehend vertreiben. Dennoch kam es immer wieder zu schweren Gefechten mit vielen Opfern. Erst vor wenigen Tagen haben Friedensgespräche zwischen der Regierung und den Rebellen begonnen.

Am Donnerstag vergangener Woche war eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines im Osten der Ukraine abgestürzt - bei dem mutmaßlichen Abschuss kamen 298 Menschen ums Leben. Am Mittwoch starben in Taiwan mindestens 48 Menschen bei der Bruchlandung eines Regionalflugzeugs vom Typ ATR 72 der Airline Transasia.

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