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Ebola-Arzt Sheik Umar Khan ist an Ebola gestorben

Er sollte nach Hamburg gebracht werden  

An Ebola erkrankter Arzt ist tot

30.07.2014, 15:03 Uhr | dpa

Ebola-Arzt Sheik Umar Khan ist an Ebola gestorben. Sheik Umar Khan im Juni - der Virologe hat sich im Kampf gegen Ebola aufgeopfert. (Quelle: Reuters)

Sheik Umar Khan im Juni - der Virologe hat sich im Kampf gegen Ebola aufgeopfert. (Quelle: Reuters)

Ein an Ebola erkrankter Arzt aus Westafrika, der möglicherweise in Hamburg behandelt werden sollte, ist tot. Das teilten seine Ärzte auf Twitter mit. Sie seien traurig über den Verlust von Sheik Umar Khan, ihren Patienten und Kollegen, "einen inspirierenden Mann", erklärten die Mediziner der Organisation "Ärzte ohne Grenzen". Er ist in einer Klinik im Norden von Sierra Leone gestorben. Umar hatte sich im Kampf gegen Ebola selbst infiziert.

Nach Angaben des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) liegen Anfragen für die Behandlung von zwei Infizierten vor. Unbestätigten Berichten zufolge hatte es sich bei einem der beiden Patienten um Umar handeln können. Die Weltgesundheitsorganisation hatte angefragt, ob ein Mitarbeiter einer Gesundheitsorganisation dort betreut werden könnte. Es gebe zudem seit Montag eine Anfrage für einen zweiten Patienten aus Liberia, teilte Stefan Schmiedel von der Sektion Tropenmedizin der Bernhard-Nocht-Klinik in Hamburg mit.

Die meisten Ärzte überleben nicht

Während der Arbeit stecken sich immer wieder Ärzte und Krankenschwestern an - die meisten überleben nicht. Bereits vor wenigen Wochen war ein ugandischer Arzt in Liberia gestorben, am Wochenende erlag einer der führenden Mediziner des John F. Kennedy Medical Center in Monrovia der Krankheit. Auch zwei Amerikaner, die für eine Hilfsorganisation arbeiten, sind erkrankt.

Betroffene lassen sich nicht behandeln

Das Hauptproblem der aktuellen Epidemie in Westafrika sei die fehlende Kooperation der Bevölkerung. "Da haben sie keine Chance", sagte Professor Stefan Günther, Leiter der Virologie am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

Die größte Schwierigkeit bleibe die Skepsis der Menschen gegenüber den Ärzten, sagte auch die Sprecherin des Roten Kreuzes in Afrika, Katherine Mueller, nach einem Besuch in Sierra Leone. Viele Menschen mit Ebola-Symptomen wendeten sich an traditionelle Heiler statt an die Gesundheitszentren. Auch seien viele Westafrikaner der Auffassung, dass Ebola gar nicht existiert.

Die bisher schwerste Ebola-Epidemie der Geschichte war im März in Guinea ausgebrochen und hatte sich schnell in die Nachbarländer Liberia und Sierra Leone ausgebreitet.

Es handelt sich um den ersten Ausbruch der Krankheit in Westafrika. Neuen WHO-Zahlen zufolge gab es bis zum 23. Juli insgesamt 1201 Fälle, 672 Menschen starben an der Seuche.

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