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Ebola-Epidemie in Westafrika: Liberia schließt alle Schulen

Liberia macht dicht  

Ebola droht, Westafrika lahmzulegen

31.07.2014, 16:08 Uhr | dpa

Ebola-Epidemie in Westafrika: Liberia schließt alle Schulen. Liberia: Freiwillige werden im Umgang mit Ebola-Kranken geschult (Quelle: Reuters)

Liberia: Freiwillige werden im Umgang mit Ebola-Kranken geschult (Quelle: Reuters)

Angesichts der Ebola-Seuche in Westafrika hat Liberia die vorübergehende Schließung aller Schulen im Land verfügt. Die Maßnahme gelte, bis das Bildungsministeriums neue Anweisungen erteile, sagte Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf am Mittwoch.

Bis auf Weiteres werden auch alle Märkte in Grenzregionen geschlossen. Außerdem sollen alle abkömmlichen Staatsbediensteten in einen 30-tägigen Zwangsurlaub gehen. Freitag wurde zum Ferientag erklärt, an dem alle öffentlichen Gebäude desinfiziert würden.

Seuche breitet sich auf immer mehr Länder aus

Zuvor hatte die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen Alarm geschlagen. Einsatzleiter Bart Janssens bezeichnete die Epidemie in der Zeitung "Libre Belgique" als "beispiellos".

Sollte sich die Lage vor Ort nicht rasch verbessern, könnten bald weitere Länder betroffen sein, denn nicht nur in Liberia, sondern auch in Sierra Leone gebe es inzwischen große Gebiete, die von der Seuche betroffen seien. Und immer noch breite sie sich weiter aus.

Seit Monaten breitet sich ein besonders aggressiver Ebola-Stamm in Westafrika aus. Mehr als 1200 Menschen wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bisher infiziert, mehr als 670 von ihnen starben. Betroffenen sind Guinea, Liberia und Sierra Leone, hinzu kommt ein erster Todesfall in Nigeria.

Angst um möglicherweise infizierte Freiwillige

Das Ebola-Virus löst hämorrhagisches Fieber aus, das in einer Vielzahl von Fällen zum Tod führen kann. Medikamente dagegen gibt es nicht, doch steigert eine frühzeitige Behandlung die Überlebenschancen. Von Mensch zu Mensch überträgt sich das Virus durch Körperflüssigkeiten.

Unterdessen teilte das US-Friedenscorps mit, dass hunderte Freiwillige aus Guinea, Liberia und Sierra Leone wegen der Ebola-Epidemie abgezogen würden. Eine Sprecherin sagte, zwei Freiwillige seien mit Ebola in Berührung gekommen, nachdem sie mit einem inzwischen verstorbenen Infizierten Kontakt gehabt hätten.

Sie seien aber bislang symptomfrei und stünden in einer Isolierstation unter medizinischer Aufsicht. Das Peace Corps ist eine unabhängige US-Behörde, die zur Verständigung zwischen US-Bürgern und Bürgern anderer Länder beitragen soll.

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