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Listerien: Zwölf Tote in Dänemark durch Lebensmittelinfektionen

Tödliche Bakterien  

Listerien in dänischer Wurst kosten zwölf Menschenleben

13.08.2014, 08:11 Uhr | AP, t-online.de

Listerien: Zwölf Tote in Dänemark durch Lebensmittelinfektionen. Nicht nur Milchprodukte und Käse sind anfällig für Listerien. Die gefährlichen Erreger können auch in Wurst enthalten sein.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht nur Milchprodukte und Käse sind anfällig für Listerien. Die gefährlichen Erreger können auch in Wurst enthalten sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lebensmittelinfektionen sind nicht nur unangenehm, sie können auch tödlich enden. Das zeigt ein aktueller Fall aus Dänemark. Hier starben zwölf Menschen nach dem Verzehr von Fleisch eines Produzenten für Wurstwaren an einer Bakterien-Infektion. Wie das dänische Lebensmittelministerium mitteilte, war die Hauptquelle für den Listerien-Ausbruch Aufschnitt eines Wurstherstellers.

Nach Auskunft der Behörde sei das Unternehmen geschlossen und alle seine Produkte zurückgezogen worden.

Todesfälle sind keine Ausnahme

Seit September 2013 hätten sich in Dänemark 20 Menschen unterschiedlichen Alters mit identischen Listerien infiziert, darunter 15 allein in den vergangenen drei Monaten, berichtete das Statens Serum Institut, das die Ursache für den Ausbruch untersucht. Die gleichen Bakterien seien nun in einer Wurst-Charge des Unternehmens gefunden worden. "Zwölf Patienten sind innerhalb von 30 Tagen nach dem Probierdatum gestorben." Rund 50 Menschen infizierten sich jedes Jahr in Dänemark mit Listerien.

Hier können Listerien lauern

Listerien finden sich grundsätzlich in allen tierischen Produkten. Auch unhygienische Produktionsstätten von Nahrungsmitteln fördern die Bakterienvermehrung. Rohes Fleisch, Geflügel oder Fisch sowie Rohmilch, Rohmilchkäse und Räucherfisch sind häufig mit Listerien belastet. Durch den Verzehr kann sich der Mensch infizieren.

Typische Symptome einer Listeriose

Die Bakterien können eine Listeriose auslösen. Diese äußert sich wie eine Grippe: Hohes Fieber, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Besonders ältere und sehr junge Menschen, sowie Schwangere sind durch ihr schwaches Abwehrsystem besonders gefährdet. Der Körper kann auch eine Blutvergiftung aufzeigen oder eine Hirnhautentzündung. Ebenso sind Abszesse in den Organen denkbar bis hin zum Tod.

Werden die Bakterien rechtzeitig bemerkt, können Antibiotika verschrieben werden. Da Listerien-Bakterien sich hartnäckig halten müssen die Medikamente sehr lange eingenommen werden.

So vermeiden Sie Infektionen

Um eine Infektion mit den unangenehmen Keimen zu verhindern, sollten gefährdete Personen tierische Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel und Fisch vor dem Essen gut durchgaren. Rohmilch und Rohmilchkäse, insbesondere Weichkäse, ist für Risikopersonen tabu.

Bei der Zubereitung von Fleisch und Fisch sollten Sie einige Hygieneregeln einhalten: Messer, Bretter und andere Gerätschaften nach dem Gebrauch unbedingt reinigen, Auftauwasser weg gießen und Reste im Kühlschrank in gut verschlossenen Behältern aufbewahren. Auch fertige Speisen und geöffnete Verpackungen mit Fleisch oder Fisch sollten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden.

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