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Frankfurt am Main: Ebola-Patient in Klink angekommen

Ebola-Patient in Frankfurt  

"Die nächsten drei Tage sind entscheidend"

03.10.2014, 13:32 Uhr | t-online.de, rtr, dpa

Frankfurt am Main: Ebola-Patient in Klink angekommen. In Frankfurt wird derzeit ein Ebola-Patient behandelt.  (Quelle: Reuters)

In Frankfurt wird derzeit ein Ebola-Patient behandelt. (Quelle: Reuters)

Der Zustand des nach Frankfurt transportierten Ebola-Patienten ist ernst, aber stabil. Das sagte der der behandelnde Arzt, Dr. Timo Wolf, bei einer Pressekonferenz der Universitätsklinik am Mittag. Der Zustand könne sich aber noch verschlechtern, die nächsten drei Tage seien entscheidend. Der aus Uganda stammende Patient war in der Nacht aus Sierra Leone nach Frankfurt geflogen worden.

Den Angaben zufolge wird die Behandlung in dem Spezialzentrum zwei bis drei Wochen dauern. Nach Angaben der Uni-Klinik läuft der Betrieb in dem Krankenhaus ungestört weiter. Sorge vor Ansteckung müsse in Frankfurt niemand haben, ergänzte die Gesundheitsdezernentin der Stadt, Rosemarie Heilig (Grüne): "Die Menschen in Frankfurt sind sicher."

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Die Maschine mit dem Ebola-Kranken war am frühen Freitagmorgen auf dem Frankfurter Flughafen gelandet. Der Mann wurde unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in die Isolierstation der Universitätsklinik gebracht. Den Flug hatte der Mann in einem sogenannten Inkubationszelt verbracht.

Nach der Landung in Frankfurt herrschten strenge Sicherheitsmaßnahmen. Feuerwehr und Polizei eskortierten das Spezialfahrzeug, mit dem der Kranke zur Klinik transportiert wurde. Am rückwärtigen Eingang der Isolierstation begleiteten ihn mehrere Helfer in Ganzkörper-Schutzanzügen.

Ugandischer Arzt steckte sich in Sierra Leone an

Bei dem zweiten Ebola-Patienten in Deutschland handelt es sich um einen Arzt, der sich bei seinem Einsatz gegen die hochansteckende Krankheit in Sierra Leone infiziert hat. Der Mann stamme aus Uganda und habe für eine italienische Hilfsorganisation in der Krisenregion gearbeitet, sagte Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU).

Der erkrankte Arzt sei zwar sehr angestrengt nach dem Flug, habe diesen aber den Umständen entsprechend gut überstanden, sagte der Leiter des Kompetenzzentrums Frankfurt, Professor René Gottschalk. Er werde nun von zehn Ärzten und Pflegern rund um die Uhr versorgt. Am Donnerstag hatte sich den Flug zunächst verzögert, weil der Mann nicht transportfähig war.

In Frankfurt können sechs Patienten aufgenommen werden

Hessens Gesundheitsminister zeigte Bereitschaft, weitere Ebola-Patienten aufzunehmen. Aktuell gebe es aber keine zusätzlichen Anfragen. Grundsätzlich sei die Aufnahme Erkrankter immer auch eine Frage der Kapazitäten und der Kosten. An der Frankfurter Universitätsklinik könnten nach Angaben von Gottschalk höchstens zwei schwer und vier leicht infizierte Patienten behandelt werden.

Ende August war bereits ein Ebola-Patient aus Westafrika in der Uniklinik in Hamburg-Eppendorf behandelt worden. Der Mann aus Westafrika soll inzwischen nach Medienberichten soweit genesen sein, dass er kurz vor der Entlassung steht.

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