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Schweden sucht U-Boot aus Russland

SOS von der Schärenküste  

Medien: Großaufgebot sucht nach russischem U-Boot

20.10.2014, 10:12 Uhr | dpa, rtr

Schweden sucht U-Boot aus Russland. Hinweise auf eine "ausländische Unterwasseraktion": Schwedens Marine durchsucht die Schärenküste vor Stockholm (Quelle: AP/dpa)

Hinweise auf eine "ausländische Unterwasseraktion": Schwedens Marine durchsucht die Schärenküste vor Stockholm (Quelle: AP/dpa)

Mit einem Großeinsatz vor der Küste Stockholms suchen die schwedischen Streitkräfte nach Beweisen für eine mögliche "ausländische Unterwasseroperation". Über die Hintergründe schweigt sich das Militär aber aus. Medien spekulierten, dass ein russisches U-Boot in den Schären vor Stockholm in Seenot geraten ist. 200 Soldaten, Schiffe und Hubschrauber sind im Einsatz. Es ist die größte Aktion dieser Art seit Ende des Kalten Krieges.

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Nach einem Bericht von "Svenska Dagbladet" hatte die schwedische Funküberwachung bereits am Donnerstag auf einer üblicherweise von Russland genutzten Frequenz einen Notruf in russischer Sprache aufgefangen, der an eine Station in Kaliningrad gerichtet gewesen sein soll. In Kaliningrad hat die russische Baltikum-Flotte ihren Stützpunkt.

U-Boot gesichtet

Wenig später sei in der stark befahrenen Bucht Kanholmsfjärden ein U-Boot gesichtet worden. Das schwedische Militär sprach von einer "sehr glaubhaften Quelle" und setzte eine großangelegte Suchaktion in Gang.

Am Freitagabend, so berichtete die Zeitung weiter, sei ein zweiter Funkspruch aufgefangen worden, diesmal aber verschlüsselt. Auch dieser sei von Kanholmsfjärden an die russische Militärbasis in Kaliningrad gesendet worden.

U-Boot-Jäger im Einsatz

Am Samstag verstärkte das schwedische Militär seine Präsenz weiter. "Wir erachten die Informationen, die wir erhalten, weiterhin als sehr glaubwürdig", sagte Einsatzleiter Jonas Wikström, ohne Einzelheiten zu nennen. Deswegen sei die Suche ausgeweitet worden. Auch Amphibienfahrzeuge und ein Kriegsschiff für die U-Boot-Jagd sei im Einsatz.

Die schwedischen Streitkräfte wollten auch am Sonntag weder bestätigten noch dementieren, dass sie nach einem russischen U-Boot suchen. Das Verteidigungsministeriums in Moskau wies westliche Medienberichte über einen möglichen Zwischenfall auf einem russischen U-Boot zurück. "Es gab und gibt keinen Notfall mit einem russischen U-Boot", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an die Zeit des Kalten Krieges, als die schwedische Marine mehrfach mutmaßliche Sowjet-U-Boote vor der Küste verfolgte. 1981 lief sogar ein sowjetisches U-Boot tief in schwedischen Gewässern auf Grund.

Im Zuge des Ukraine-Konflikts sind auch die Spannungen zwischen Russland und den baltischen sowie den nordischen Staaten gewachsen. Im September sollen zwei russische Kampfflugzeuge in schwedischen Luftraum eingedrungen sein. In der vergangenen Woche warf Finnland der russischen Marine vor, ein finnisches Forschungsschiff in internationalen Gewässern gestoppt zu haben.

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