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Franz-Peter Tebartz-van Elst blitzt bei Papst Franziskus ab

Tebartz-van Elst  

Papst Franziskus lässt "Protz-Bischof" abblitzen

05.02.2015, 09:40 Uhr | t-online.de

Franz-Peter Tebartz-van Elst blitzt bei Papst Franziskus ab. Die Zukunft des ehemaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst ist weiter offen. (Quelle: dpa)

Die Zukunft des ehemaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst ist weiter offen. (Quelle: dpa)

Veto von höchster Stelle: Der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird wohl doch keinen neuen Job im Vatikan bekommen. Papst Franziskus höchstpersönlich soll Berichten zufolge eine Berufung des in Deutschland in Ungnade gefallenen Geistlichen ausgeschlossen haben.

"Ich denke nicht daran", zitieren FAZ und "Mittelbayerische Zeitung" das Kirchenoberhaupt. Franziskus soll Gespräche über eine Verwendung des Deutschen grundsätzlich ablehnen.

Zuvor hatten Medien in Deutschland, darunter auch t-online.de, über eine mögliche Berufung Tebartz-van Elsts als Sekretär in den Päpstlichen Rat für Neuevangelisierung berichtet. Demnach war der 55-Jährige auf eigene Initiative in Rom vorstellig geworden und hatte sich mit dem Chef des Rats, Rino Fisichella, getroffen. Dieser soll sich beim Papst für Tebartz-van Elst eingesetzt haben, wie die FAZ berichtet. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es jedoch nie.

Rückzieher des Papstes ausgeschlossen

Ohne die offizielle Ernennung durch Franziskus kann Tebartz-van Elst nicht von Fisichella in den Rat berufen werden. Dass sich der Papst noch einmal anders entscheidet, ist so gut wie ausgeschlossen. "Das würde auch die Glaubwürdigkeit des Papstes beschädigen", zitiert die "Mittelbayerische Zeitung" aus hohen Vatikankreisen.

Zudem soll der Rat für Neuevangelisierung, der von Papst Benedikt XVI. gegründet wurde, vermutlich im Rahmen der Kurienreform mit anderen Vatikanbehörden zusammengelegt werden.

Wirbel um Millionen-Verschwendung

Tebartz-van Elst wurde 2013 nach dem Wirbel um den 30 Millionen Euro teuren Bischofssitz und einen Erste-Klasse-Flug nach Indien seines Amtes als Diözesanbischof von Limburg enthoben. Die Vorkommnisse, die bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatten, brachten ihm damals den Spitznamen "Protz-Bischof" ein. Im März 2014 nahm der Papst seinen Rücktritt an.

Seit Ende 2014 wohnt Tebartz-van Elst in Regensburg. Dort arbeitet für ihn auch eine Sekretärin, die vom Bistum bezahlt wird. Teile des Domkapitels hatten sich dagegen ausgesprochen. Dem Domkapitel unterliegt die administrative und liturgische Leitung der jeweiligen Kathedralkirche.

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