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Ausstellung: Bistum Limburg gibt Einblick in Finanzen

Bistum Limburg gibt Einblick  

"Woher kommt das Geld?"

15.04.2015, 22:43 Uhr | dpa

Ausstellung: Bistum Limburg gibt Einblick in Finanzen. Das Bistum Limburg erklärt in einer neuen Ausstellung seine Finanzen. (Quelle: dpa)

Das Bistum Limburg erklärt in einer neuen Ausstellung seine Finanzen. (Quelle: dpa)

Nach dem Skandal um die Geldverschwendung des Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst arbeitet das Bistum Limburg weiter an den Nachwirkungen der Krise. Mit Offenheit soll bei den Gläubigen jetzt neues Vertrauen geschaffen werden. Ein Baustein dazu soll eine Ausstellung sein, die an diesem Donnerstag für die Öffentlichkeit eröffnet wird und zeigen soll, wo das Geld des Bistums steckt.

In den vergangenen Monaten hatte das Bistum bereits Einblicke in seine Finanzbücher gewährt - und auch in die 31 Millionen Euro teure Residenz. Nun soll die neue Ausstellung das Verhältnis von Kirche und Geld erhellen. "Wir wollen aufklären", sagt Johannes Müller-Rörig von den Machern der Schau. Sie sei auch ein Gesprächsangebot, fügt Pfarrer Wolfgang Rösch von der Bistumsleitung hinzu.

Tebartz-Affäre wird nur kurz abgehandelt

Die Ausstellung fragt etwa danach, woher das Geld des Bistums kommt und ob eine Milliarde Euro - auf diesen Betrag summiert sich das Vermögen - viel sind für eine Diözese. Außerdem geht es um die Kirchensteuer und - allerdings nur kurz - um die Affäre um den neuen Amtssitz und den früheren Bischof Tebartz-van Elst. Es waren die horrende Kostensteigerung beim Bau und auch sein Verhalten, die den Oberhirten vor gut einem Jahr sein Amt kosteten.

Die Ausstellung mit dem Titel "Von den irdischen Dingen - Kirche und Geld im Bistum Limburg" hat die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum konzipiert. Über den Tafeln steht jeweils eine Frage: "Woher kommt das Geld - wohin geht es?" Oder: "Weshalb benötigt das Bistum Vermögen?"

Gläubige fragten nach Kirchenfinanzen

Es seien auch Fragen aus dem Kirchenvolk, erläutert Ausstellungsmacher Müller-Rörig. Auf die Idee zur Schau sei er 2013 gekommen. Damals steuerte der Finanzskandal auf seinen Höhepunkt zu. Bei einer Chorprobe sei er auf die Vorgänge im Bistum angesprochen worden. Es habe auch speziell Fragen zu den Kirchenfinanzen gegeben. Also entstand zunächst ein Vortrag - und nun die Schau.

Eine der Schautafeln widmet sich auch der Frage: "Was muss besser, was anders werden?" Eine Antwort dazu: "Transparenz ist Pflicht und Voraussetzung für ein gedeihliches Miteinander beim Umgang mit Geld."

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. April zu sehen - und zwar im bischöflichen Ordinariat neben der Residenz. Danach soll die Ausstellung durch die Gemeinden wandern.

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