Sie sind hier: Home > Panorama >

Kiew: Großbrand in Treibstofflager

"Gigantisches Feuer"  

Treibstofflager bei Kiew steht in Flammen

09.06.2015, 17:00 Uhr | dpa, AFP

Kiew: Großbrand in Treibstofflager. In der Nähe von Kiew ist in einem Treibstofflager ein großes Feuer ausgebrochen.  (Quelle: ddp images)

In der Nähe von Kiew ist in einem Treibstofflager ein großes Feuer ausgebrochen. (Quelle: ddp images)

Bei einem verheerenden Großbrand in einem Treibstofflager bei Kiewder bereits Montag ausgebrochen ist, ist mindestens eine Person ums Leben gekommen, viele Menschen wurden verletzt. Nach einer Explosion in dem Depot für Erdölprodukte rund 15 Kilometer südwestlich der ukrainischen Hauptstadt sei ein "gigantisches" Feuer ausgebrochen, teilte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow über Twitter mit. Die Nationalgarde ist im Einsatz.

Dem Innenministerium zufolge gerieten bereits am gestrigen Montag 16 Tanks mit jeweils 900 Kubikmetern Treibstoff in der Stadt Wassylkiw in Brand. Nur 50 Meter von den brennenden Zisternen entfernt gebe es einen Militärstützpunkt mit Waffenlager, sagte der Sprecher des nationalen Sicherheitsrates. Dort sei die 40. Brigade der taktischen Luftwaffe stationiert, die über MiG-29-Kampfjets verfügt. Auch ein Gasnetz verläuft dort. "Es besteht ernste Gefahr", sagte der Sprecher.

Sabotage nicht ausgeschlossen

Die Behörden vermuten Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften hinter dem Unfall. "Auch Sabotage ist nicht ausgeschlossen", meinte ein Sprecher des nationalen Sicherheitsrates.

Anwohner mussten in einem Radius von zwei Kilometern um das Großfeuer aus ihren Häusern fliehen. Hunderte Feuerwehrmänner bekämpften die meterhohen Flammen am Rande der ukrainischen Hauptstadt. Soldaten der Nationalgarde sperrten das Gelände weiträumig ab. Mindestens zehn Löschfahrzeuge wurden ein Opfer der Flammen. Zeitweise drohten die Flammen auf ein Waldstück überzugreifen.

Die Aufnahmen einer Drohne auf youtube zeigen das Feuer, das offenbar schon seit Montag brennt.

Kontakt zu Feuerwehrleuten zwischenzeitlich abgebrochen

Laut Abgaben der Behörden gab es einen Toten durch das Inferno, 14 weitere Menschen wurden verletzt. Medien berichteten dagegen von vier Toten. Wie der Zivilschutz mitteilte, war nach einer Explosion zwischenzeitlich der Funkkontakt zu Feuerwehrleuten abgebrochen.

Awakow und Bürgermeister Vitali Klitschko fuhren zu den Löscharbeiten, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.

Ermittlungsverfahren gegen Inhaber eingeleitet

Gegen den Inhaber des Lagers wurde ein Ermittlungsverfahren wegen illegaler Bauten eröffnet. "Zu Sowjetzeiten haben sich alle Betriebe an Regeln gehalten. Heute bauen alle, wie sie wollen - Treibstofftank neben Treibstofftank, Abstände werden nicht eingehalten, keine Wälle herum", sagte der Leiter des Zivilschutzes in Kiew.

Präsident Petro Poroschenko beauftragte Vizeregierungschef Wjatscheslaw Kirilenko mit der Bildung einer Untersuchungskommission. Der Staatschef ließ zudem den Schutz der Treibstofflager verstärken.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV jetzt 1 Jahr inklusive erleben!*
hier Angebot sichern
Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal