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Frachter trieb führerlos auf der Nordsee

Beinahe-Kollision mit Öl-Plattform  

Frachter trieb führerlos auf der Nordsee

31.12.2015, 17:34 Uhr | AFP, dpa, AP, rtr

Frachter trieb führerlos auf der Nordsee. Das Satellitenbild zeigt die mächtige Sturmfront, die über die Nordsee zieht. Unter anderem ist die Plattform "Innovator" im Gasfeld "Troll B" davon betroffen.  (Quelle: Nasa, dpa)

Das Satellitenbild zeigt die mächtige Sturmfront, die über die Nordsee zieht. Unter anderem ist die Plattform "Innovator" im Gasfeld "Troll B" davon betroffen. (Quelle: Nasa, dpa)

Ein führerloser Lastkahn auf der Nordsee hat Ölarbeiter und Rettungskräfte stundenlang in Atem gehalten. Das riesengroße Schiff steuerte in norwegischen Gewässern auf zwei Ölplattformen zu und hätte mit einer Kollision ein großes Unglück anrichten können.

Das 110 Meter lange und 30 Meter breite Schiff hatte sich während eines Sturms von seinem Ankerplatz in niederländischen Gewässern gelöst und war in Richtung der beiden Ölfelder Valhall und Ekofisk vor Norwegens Küsten gedriftet.

Menschen in Sicherheit gebracht

Aufgrund der Gefahr wurden nach Angaben des britischen Ölkonzerns BP 380 Menschen von den dortigen auf andere Bohrinseln in Sicherheit gebracht. Norwegische Rettungskräfte gaben am Nachmittag Entwarnung: Der Kahn hatte die Felder in einer Entfernung von knapp zwei Kilometern passiert.

"Der Kahn ist ungewöhnlich hoch, mehr als drei Stockwerke", sagte Anders Bang Andersen, ein Sprecher des norwegischen Rettungszentrums. Laut der Schiffsbesitzerfirma Eide Marine ist der unbemannte Kahn inzwischen wieder befestigt und befindet sich auf dem Weg nach Norwegen. "Die Situation ist unter Kontrolle", sagte Firmensprecher Kjartan Mehammer. 

Welle tötet Arbeiter

Zuvor hatte eine gewaltige Welle eine Bohrplattform im Gasfeld "Troll B" vor der norwegischen Küste getroffen. Dabei seien ein Mitarbeiter getötet und zwei weitere verletzt worden, teilte der norwegische Konzern Statoil mit.

Die beiden Verletzten würden an Land medizinisch behandelt. Statoil betreibt größte Gasfeld Norwegens. Die Plattform "Innovator" gehört der chinesischen Firma China Oilfield Services (COSL).

Die Bohrplattform sei nun auf dem Weg zur norwegischen Küste und werde dort voraussichtlich im Laufe des Donnerstags ankommen, sagte der Chef der norwegischen COSL-Tochter. Etwa die Hälfte der gut 100 Besatzungsmitglieder mussten die "Innovator" verlassen, weil ihre Unterkunft vom Sturm beschädigt wurde.

Schwierige Bedingungen

Die See sei während des Unglücks sehr rau gewesen, sagte eine Sprecherin der norwegischen Aufsichtsbehörde. Die Wellen seien bis zu 14 Meter hoch gewesen. Der Wind habe eine Geschwindigkeit von 25 bis 30 Metern pro Sekunde erreicht. 

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