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Nach Brückeneinsturz auf A7: Polizei behandelt Baustelle "wie Tatort"

Ermittlungen nach Brückenunglück  

Polizei behandelt Baustelle "wie einen Tatort"

16.06.2016, 11:50 Uhr | dpa, t-online.de

Nach Brückeneinsturz auf A7: Polizei behandelt Baustelle "wie Tatort". Am Ort des Brückeneinsturzes beim bayerischen Werneck bietet sich den Rettungskräften ein Bild der Verwüstung.  (Quelle: dpa)

Am Ort des Brückeneinsturzes beim bayerischen Werneck bietet sich den Rettungskräften ein Bild der Verwüstung. (Quelle: dpa)

Nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke bei Werneck in Unterfranken haben die Ermittler ihre Suche nach der Unglücksursache fortgesetzt. Die inzwischen gesicherte Baustelle würde "wie ein Tatort behandelt, an dem nichts verändert werden kann", sagte ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums.

Nachdem der Rettungseinsatz am Mittwochabend beendet worden ist, gehen die Ermittler davon aus, dass sich unter den Trümmerteilen keine Menschen mehr befinden.

"Keine Unsicherheit verbreiten"

Die Polizei habe alles abgesichert und sichergestellt, "dass nichts beiseite geräumt werden kann", sagte Gerhard Eck, Staatssekretär im bayerischen Innen-, Bau- und Verkehrsministerium. Er warnte vor falschen Schlüssen und Panik - vor allem in Bezug auf Hunderte ähnliche Baustellen in Deutschland.

"Wir sollten keine Unsicherheit verbreiten", sagte der CSU-Politiker. Es müsse sorgsam aufgearbeitet werden, was genau passiert ist. "Wenn es denn Fehler waren, menschliche Fehler, technische Fehler, dann muss das einfach bis ins feinste Detail geklärt sein." Danach könne über weitere Konsequenzen gesprochen werden.

Ein Toter, 15 Arbeiter verletzt

Am Mittwochnachmittag war ein frisch betoniertes Teil am Ersatzneubau der Talbrücke Schraudenbach für die viel befahrene Autobahn 7 bei Werneck abgestürzt und hatte ein Gerüst mitgerissen. Ein Bauarbeiter kam ums Leben. 15 Arbeiter wurden nach Angaben des Staatssekretärs verletzt, davon 6 schwer. Rettungshubschrauber und Hundestaffeln sowie mehr als 150 Helfer waren im Einsatz.

Sachverständige und Vertreter der Baufirma waren nach Ecks Angaben noch am Mittwochabend zur Unfallstelle gekommen. Bei der Baustelle handle es sich um ein sogenanntes aufgelagertes Betoniersystem, von unten aufgebaut mit Schalung. "Dass sowas abstürzt ist völlig unerklärlich", sagte der gelernte Maurer und frühere Bauleiter Eck. "Und auch die Baufirma genießt einen einwandfreien Ruf", betonte er. "Es stehen alle Fachleute hier und sind sprachlos."

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

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